Pep Guardiolas erste Pressekonferenz Bayern-Trainer Pep Guardiola: "Lasse keine Ausreden gelten"

Bayern-Trainer Pep Guardiola wünscht sich nur noch einen Torhüter. Foto: dpa

Bayern-Trainer Pep Guardiola äußert sich erstmals seit der Sommerpause zu Deutschlands WM-Titel und die Auswirkungen auf sein Team. Trotz der schleppenden Vorbereitung will er keine Klagen hören.

 

München - Seit dem 9. Juli bittet Bayern-Trainer Pep Guardiola seine Spieler zur Saisonvorbereitung. Derzeit steht ihm aufgrund des Urlaubs zahlreicher Nationalspieler und Verletzungen nur ein Rumpfkader zur Verfügung. Am Donnerstagmittag stellte sich der Spanier erstmals seit der Sommerpause auf einer Pressekonferenz den Fragen der Medienvertreter. Dabei sprach er über Erkenntnisse aus der WM, die Auswirkungen des WM-Titels auf seine Spieler, seine taktischen Vorstellungen.

Pep Guardiola über…

die ersten Eindrücke der Vorbereitung: "Nach Weltmeisterschaften ist der Start immer ein bisschen anders. Aber das ist okay. Wir arbeiten jetzt viel mit jungen Spielern wie Gaudino und Scholl, lernen ihre Qualität kennen. Wir werden auch sie einsetzen, wenn es sein muss. Wir warten darauf, dass die weiteren Spieler zu uns stoßen."

die schleppende Vorbereitung durch das Fehlen der Nationalspieler: "Ich werde mit den Spielern reden. Ich werde keine Ausreden gelten lassen. Wir müssen uns an die Situation anpassen. Die ist nicht ideal, aber ich will keine Klagen."

die Verletztensituation: "Franck Ribéry ist erst eingestiegen, aber ich denke, dass er in Hamburg ein paar Minuten spielen wird. Mit Holger Badstuber bin ich sehr, sehr zufrieden. Er muss aber mit der Muskulatur aufpassen. Er ist ein Top-Top-Spieler. Thiago braucht noch ein bisschen mehr Zeit."

die Auswirkungen des WM-Titels auf seine Spieler: "Für diese Spieler ist es besser, Weltmeister zu sein. Es ist gut für ihre Karriere und ihre Zukunft. Sie haben viele Erfahrungen gemacht. Ich hatte mit ihnen nach dem Viertelfinale und dem Halbfinale Kontakt. Aber der WM-Titel ist auch gut für Deutschland und für die Bundesliga."

den Rücktritt von Philipp Lahm aus der Nationalmannschaft: "Er ist ein sehr intelligenter Mensch. Das ist sein Leben und seine Entscheidung. Es war sicher nicht einfach für ihn."

seine Pläne, wo er Lahm aufstellen wird: "Jetzt ist er Spieler im Mittelfeld, aber wir haben viele Spieler. Es wird darauf ankommen, in welcher Situation wir uns befinden und was wir in dem Moment gerade wollen. Wir wollen sehr intelligente Spieler. Er macht keine Fehler oder sehr, sehr wenige."

seine taktische Ausrichtung: "Wir können mit Dreier- oder Viererkette spielen. Wir haben die Spieler dazu. Wahrscheinlich werden wir mit einer Viererkette spielen. Aber im Moment haben wir noch nicht die Spieler dazu. Deswegen experimentiere ich."

den Abschied von Toni Kroos: "Es war mir eine große Ehre, sein Trainer zu sein. Ich wünsche ihm alles Gute. Ich bedanke mich für das, was er letzte Saison geleistet hat. Er hat immer gespielt. Ich hoffe, dass er in Madrid glücklich wird. Wir haben probiert, ihn zu halten. Aber wir müssen seine Entscheidung akzeptieren. Er wollte leider eine andere Herausforderung."

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Verfolger Dortmund: "Wir dürfen die letzten vier Jahre nicht vergessen. Sie haben viel gewonnen. Unsere Herausforderung ist es, das Niveau der Mannschaft zu halten, damit wir sie weiter auf Abstand halten."

seine Erwartungen in den ersten Spielen: "In den ersten Monaten werden wir vielleicht nicht so schön spielen, aber die Ergebnisse müssen passen. Wir werden uns von Schritt zu Schritt steigern." seine Erkenntnisse aus dem ersten Jahr Bundesliga: „Ich habe mich an alles mehr gewöhnt. Ich bin weniger nervös. Ich kenne meine Spieler besser, die Bundesliga, meine Kollegen."

Robert Lewandowski: "Ich habe sofort seine Qualität gesehen. Aber er muss sich noch eingewöhnen. Ein Wechsel ist nie leicht. Man braucht viel Zeit."

 

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