Pasing Burger King: 2000 Kalorien in 20 Minuten

Immerhin, die Pommes taugen beim Testessen bei Burger King. Foto: az

Burger King ist in aller Munde – wegen des Streits mit Franchisenehmer Yi-Ko. Das Essen scheint gerade eher niemanden zu interessieren. Die Gaztro-Kritik schon! Ein Besuch in Pasing.

 

Pasing - Aktuell gestaltet sich die Suche nach einem geöffneten Burger King in München äußert schwierig. So gut wie alle Filialen in der Innenstadt sind von der vorübergehenden Schließung, die aus dem Streit zwischen der Schnellrestaurant und Franchisenehmer Yi-Ko resultiert, betroffen. Bei dem Konflikt soll es um Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen gehen.

Davon kann unser Testrestaurant am Pasinger Bahnhof nicht betroffen sein. Es steht zwar Burger King drauf, aber nicht Yi-Ko dahinter. Die Gaztro-Kritik kann beginnen.

Das Wichtigste in einem Fast-Food-Restaurant ist nur das Essen. Service, Sauberkeit, Toiletten etc. fallen eigentlich nicht ins Gewicht. Bei einem Besuch bei Burger King und Co. soll einzig und allein das Verlangen nach Junk-Food gestillt werden. Vitamine, Tischmanieren und freundlicher Service sind überflüssig.

Bestellt wird ein kleines Whopper-Menü mit Käse, Cola, Pommes, King Wings und eine Belgische Waffel. Auf dem Tablett liegt dann allerdings ein Doppel Whopper mit Käse. Kostet deutlich mehr, stolze 8,29 Euro im Menü. Kommunikationsprobleme gehören bei einem Bestellvorgang irgendwie dazu. Das hat seinen eigenen Charme.

Der Geschmack des großen Whopper ist wie in der einfachen Version. Schließungen von Burger King hin oder her: Ein Whopper schmeckt immer wie ein Whopper. Labberige Semmel, Salat, Zwiebel, Essiggurke, Schmelzkäse, Soße und zwei Hackfleischscheiben. Wie ein VW Golf: Nicht jedermanns Liebling, aber im Grundsatz in Ordnung. Die Pommes sind bei Burger King traditionell sehr kross und innen angenehm zart. Die King Wings fallen dagegen gehörig aus der Reihe. Die sechs frittierten Hühnerflügel (3,69 Euro) sind extrem fettig. Die Haut ist schön resch, schmeckt allerdings nur nach Fett. Das Fleisch ist geschmacksneutral und relativ zart.

Schlimmer ist eigentlich nur die Soße (Salsa Sauce 0,25 Euro). Sie ist glibberig, seltsam süßlich und im Abgang unangenehm scharf. Solche Soßen braucht kein Mensch. Den süßen Abschluss bildet die Belgische Waffel (2,39 Euro), garniert mit Sprühsahne und einer Art Schokoladensauce. In Belgien würde man gegen diese Waffel demonstrieren. Der Geschmack ist teigig und zäh, aber irgendwie muss man das Ding aufessen. Das Menü lässt sich vortrefflich mit der mitgelieferten Cola herunterspülen.

Die Bilanz: 14,62 Euro für ein erwartbares Menü, fettige Wings und eine merkwürdige Waffel. Umgerechnet sind das gut 2.000 Kalorien, die in 20 Minuten in den Magen gewandert sind.

Infos zum Lokal

Burger King,
Pasinger Bahnhofsplatz 7
www.burgerking.de/

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