Parteien und Reaktionen Grüne legen leicht zu: Gute Themen, etwas Profit

Zufrieden: Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir. Foto: dpa

Der Weg nach Jamaika wird holprig – aber die Grünen starten gestärkt Richtung Regierung. Und wollen darin kein einfacher Partner sein.

 

Berlin - Eine Partei atmet auf. Und weiß, dass schwierige Wochen kommen. Selbst die Optimisten in der Ökopartei hatten kaum noch auf ein besseres Ergebnis als vor vier Jahren zu hoffen gewagt, die 8,4 Prozent waren damals eine schlimme Schlappe. Nun steht die Partei fast bei neun Prozent (Hochrechnung vom Sonntagabend 8,9).

Das Spitzenduo Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir bekam im Wahlkampf eine Steilvorlage nach der anderen: Eier-Skandal, Diesel-Gate oder die Hurrikan-Verwüstungen. Profitieren konnte die Partei mit ihrem Duo davon zumindest ein bisserl.

Wenn die Grünen jetzt eine Jamaika-Koalition mit Union und FDP sondieren, dann sind sie kleinster Partner – aber kein einfacher, versichert Özdemir. "Wir sind kein gerupftes Hühnchen, über das sich die anderen hermachen können", meint Ex-Parteichef Reinhard Bütikofer.

"Jamaika"-Koalition: Das fordern die Grünen

Die Grünen wollen drei Ministerien, sie wollen Zugeständnisse beim Kohleausstieg, bei E-Autos – aber das wird nicht reichen. "Es muss mehr kommen als ein bisschen Öko", sagt schon jetzt ein Vertreter des linken Parteiflügels. Auch in der Sozialpolitik müssten Erfolge her.

Klappt das mit Union und FDP? Oder wird, wie bei den Grünen manche orakeln, die CSU das Bündnis verhindern, um vor der bayerischen Landtagswahl 2018 nicht die eigene Klientel zu erzürnen?

 

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