Parkplatznot am Zoo Ein Parkhaus für den Tierpark Hellabrunn

Das fordert zumindest der Hellabrunn-Chef Andreas Knieriem (Archivbild). Die Münchner SPD ist davon allerdings weniger begeistert. Foto: dpa

Die Parkplatznot am Tierpark ärgert Besucher und Anwohner. Hellabrunn-Chef Andreas Knieriem will ein Parkhaus. Die Münchner SPD ist davon allerdings weniger begeistert.

 

THALKIRCHEN - Tierpark-Freunde kennen das Problem: Wer Hellabrunn am Wochenende oder in den Ferien besuchen möchte, muss oft lange kreisen, bis er einen Parkplatz findet. Das ärgert die Besucher – und stört die Anwohner. „Diese Situation ist nicht neu. Trotzdem müssen wir sie bearbeiten“, sagt Tierpark-Direktor Andreas Knieriem, der nun Vorentwürfe für ein Parkhaus auf der Auto-Abstellfläche am Flamingo-Eingang in Auftrag gegeben hat. Zuspruch finden diese Überlegungen bei der CSU. Von Seiten der SPD hagelt es Kritik.

„Wer mehr Parkplätze anbietet, spricht eine Einladung an noch mehr Tierpark- und Isar-Besucher aus, mit dem Auto anzureisen“, sagt etwa Florian von Brunn, SPD-Landtagskandidat im Münchner Süden. Das bedeute: „Noch mehr Verkehr, noch mehr Lärm, Abgase und Belastung für die Anwohner.“ Gerade Besucher von außerhalb sollten „Park and Ride oder, noch besser, die Bahn nutzen“. In diesem Bereich seien noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. „Schon jetzt kommen zwei Drittel unserer Besucher mit der U-Bahn“, hält Tierpark-Chef Knieriem dagegen.

Trotzdem werde es auch in Zukunft Menschen geben, die mit dem Auto anreisen. Deshalb suche man nach einem Kompromiss, der beide Seiten – Besucher und Anwohner – zufrieden stellen. Ein Parkhaus, „so grün und filigran wie möglich“ in Kombination mit einem Park-Leitsystem, das den Verkehrsfluss gewährleistet, könne laut Knieriem die Lösung sein.

 

 

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