Oktoberfest 2015 Wiesn-Blaulicht: Maßkrug-Werfer und Spanner

Am Donnerstag hatte die Wiesn-Wache wieder alle Hände voll zu tun. Foto: dpa

Donnerstag auf dem Oktoberfest: Die Wiesn-Wache musste sich vor allem mit Bierkrug-Schlägern und Spannern herumschlagen.

 

München - Das tägliche Wiesnblaulicht der Münchner Polizei: Heute mit einem Spanner, der auf der Damentoilette filmt, Maßkrugwerfern und -Schlägern, sowie bisswütigen Wiesnbesuchern

Italienische und französische Polizisten auf der Wiesn

Ab Freitag begrüßt der Münchner Polizeivizepräsident Werner Feiler im Innenhof des Servicezentrums bereits zum elften Mal die Polizeibeamten aus Italien und zum sechsten Mal die Polizeibeamten aus Frankreich. Traditionell unterstützen sie auch dieses Jahr wieder ihre Münchner Kollegen beim täglichen Dienst auf der Wiesn.

Wie bereits in den Vorjahren werden die ausländischen Polizisten in ihren jeweiligen Landesuniformen die eingesetzten Einsatzgruppen bei den Streifengängen auf dem Oktoberfestgelände begleiten. Insbesondere bei Einsatzsituationen mit Besuchern aus den jeweiligen Heimatländern hat sich diese polizeitaktische Maßnahme in den letzten Jahren bewährt.

Die fünf italienischen Beamten sind Angehörige der Polizia di Stato und stammen aus Bozen. Sie sind am mittleren und am abschließenden Wochenende im Einsatz auf der Wiesn. Die zwei französischen Beamten kommen von der Police Nationale Straßburg und bleiben vom 23.09. bis zum 30.10. auf dem Oktoberfest im Einsatz.

Polizeivizepräsident Werner Feiler betont: „Wir freuen uns auf eine weitere internationale Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Frankreich und Italien und bedanken uns recht herzlich bei ihnen für diese länderübergreifende Unterstützung.“

Festnahme eines Spanners

Ein 65-jähriger Österreicher, der in Deutschland wohnt, schlich sich am Donnerstag  gegen 17.00 Uhr, unbemerkt in eine Damentoilette eines großen Wiesenzeltes. Von einer Sitzkabine aus filmte er die Frauen in den benachbarten Kabinen.

Eine aufmerksame 21-jährige Oktoberfestbesucherin bemerkte die Hand des Mannes, in welcher er eine ungefähr USB-Stick große Kamera hielt und damit unter der Kabinentür filmte. Sie informierte den Wachdienst des Zeltes.

Bei dem stark alkoholisierten Mann wurden durch die herbeigerufenen Polizeibeamten insgesamt vier Minikameras gefunden. Der völlig uneinsichtige Täter wurde angezeigt und die Kameras sichergestellt. Ein Betretungsverbot für das Oktoberfest wurde beantragt.

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Polizeibeamter durch Biss leicht verletzt

Ein 26-jähriger Wiesnbesucher aus Unterfranken randalierte am Donnerstag gegen 22.10 Uhr alkoholisiert vor einem Wiesnzelt. Dies fiel dem Sicherheitsdienst auf und sie hielten den Mann fest.

Durch die hinzugerufenen Beamten der Wiesnwache wurde gegenüber dem 26-Jährigen mehrfach ein Platzverweis ausgesprochen. Der Mann wollte darauf partout nicht reagieren.

Auf dem Weg zum anschließenden Gewahrsam im Behördenhof biss der Randalierer einen Polizeibeamten durch die Lederjacke in den Oberarm. Der Beamte erlitt glücklicherweise nur einen Bluterguss.

Den beisswütigen Unterfranken erwartet nun eine Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

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Gefährliche Körperverletzung durch einen Bierkrugwerfer

Ein 32-jähriger britischer Staatsangehöriger aus dem Osten Englands warf am Donnerstag gegen 21.00 Uhr, plötzlich und unmotiviert zwei Maßkrüge in die Menschenmenge eines großen Wiesnzeltes.

Dabei traf er zwei Männer an Kopf und Rücken und verletzte diese leicht. Nach einigen Ermittlungen der Kriminalpolizei konnten alle Beteiligten ermittelt und vernommen werden.

Den Werfer erwartet eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung.

Bei den Verletzten handelte es sich um einen 50-jährigen Belgier und einen 43-jährigen Mann aus Irland.

Erst Griff unter den Rock, danach Bierkrug auf den Kopf

Der Vorfall ereignete sich am gestrigen Donnerstag in einem großen Wiesnzelt. Der Griff unter den Rock seiner amerikanischen Wiesn-Bekanntschaft endete für einen 20-jährigen Deggendorfer äußerst schmerzhaft.

Die „Rockbesitzerin“ drehte sich mit samt Maßkrug um und das Trinkgefäß landete wuchtig auf dem Kopf des kecken Burschen. Die Amerikanerin hatte bei der Drehung so viel Schwung, dass auch noch ein unbeteiligter Dritter einen Schlag auf die Wange abbekam.

Natürlich handelt es sich hierbei um eine Straftat der gefährlichen Körperverletzung. Nach Zahlung einer vierstelligen Eurosumme konnte die Amerikanerin die Wiesnwache wieder verlassen.

Bei der Amerikanerin handelt es sich um eine 24-jährige Frau, die derzeit im Landkreis Freising wohnt.

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