Oktoberfest 2014 Lustig, skurril, ernst: zehn Fakten zum (Wiesn)Bier

Zehn Fakten zum (Wiesn)Bier Foto: dpa

O' zapft is. Das Oktoberfest steht wieder in den Startlöchern und im Zentrum des Feierns steht vor allem eins: Bier. Die Abendzeitung präsentiert zehn lustige, skurrile und ernste Fakten zum (Wiesn)Bier, die jeder kennen sollte.

 

1. Anstich

 

Der ehemalige Oberbürgermeister Ude beim Anzapfen - Bild: dpa

Jedes Oktoberfest beginnt mit dem traditionellen Anstich. Um Punkt 12 Uhr sticht der Oberbürgermeister der Stadt im Schottenhamel-Festzelt das erste Bierfass an und ruft: O' zapft is! Damit ist das große Fest eröffnet. Mit nur zwei Schlägen hält Oberbürgermeister Ude den Rekord. Die meisten benötigte Thomas Wimmer 1950.

2. Pipeline statt Hirschen

 

Hirschen zur Bierlagerung sind eine Seltenheit geworden - Bild: imago

Nachdem das Fass geöffnet ist, geht es auch ans Ausschenken. Jedoch stammen in der Realität die meisten Biere nicht mehr aus den "Hirschen" (Bezeichnung für das Bierfass), sondern werden entweder in Containern gelagert oder stammen aus der Pipeline. Bereits 2010 schenkte der Winzerer Fähndl das erfrischende Naß aus der Wiesn-Ringbierleitung.

3. Bierkonsum

Auf dem Oktoberfest wird viel Bier getrunken Bild: - dpa

Dank den Leitungen ist ein schneller Ausschank möglich. So tranken die rund 6,4 Millionen Wiesn-Gänger circa 6,7 Millionen Liter Bier. Das ergibt einen Konsum von 1.05 Litern pro Kopf. Mit 1.16 Litern pro Kopf war der Wert 2009 und 2012 am höchsten. Das meiste Bier in Europa trinken übrigens nicht die Deutschen, sondern die Tschechen. Mit einem Verbrauch von 148 Litern pro Einwohner im Jahr 2012 liegt das Land auf Platz eins. Deutschland landet mit "nur" 105 Litern an dritter Stelle.

4. Das stärkste Bier

 

Das Oktoberfestbier ist stark gewürzt - Bild: dpa

Das Oktoberfestbier an sich ist schon stärker gewürzt als die handelsübliche Variante und hat somit mehr Alkohol. Verglichen mit dem "Schorschbock" wirkt es aber geradezu lächerlich wenig. Das Bier aus Mittelfranken kommt auf einen Alkoholgehalt von 57,5 Prozent. Als das stärkste Bier weltweit gilt "Snake Venom" von Brewmeister mit einem Alkoholgehalt von 67 Prozent.

5. 50 Reichsmark für eine Maß

Der Preis einer Maß erhöhte sich im Laufe der Jahre stetig - Bild: dpa

Das starke Wiesnbier kommt mit einem starken Preis daher. Bis zu 10,10 Euro soll heuer eine Maß kosten. Auf Oktoberfest.de findet sich eine Tabelle, die den historischen Bierpreis von 1971 bis 2013 aufzeigt. Fun Fact: Dank der Hyperinflation kostete eine Maß zwischen 1920 und 1922 ganze 50 Reichsmark.

6. 270 Euro für eine Flasche

Bild: dpa

Das teuerste Bier kommt übrigens aus Dänemark, heißt "Jacobsen Vintage 3" und stammt aus der Brauerei Carlsberg. 270 Euro kostet eine 0.375l-Flasche. Das Getränk hat einen Alkoholgehalt von 16 Prozent und soll laut Hersteller  "so gut schmecken wie Engel singen."

7. Woher kommt das Bier?

Gilgamesch und Enkidu im Kampf mit Humbaba -  Bild: dpa

Bier soll um 4.000 vor Christus von den Sumerer entdeckt worden sein. Sogar im Gilgamesch-Epos wird das berauschende Getränk erwähnt. Das Volk, das im Gebiet des heutigen Iraks lebte, hatte sogar eine Göttin fürs Bier mit dem Namen Ninkasi. 

8. Beckstein und seine zwei Maß

 

Beckstein handelte sich 2008 mit seiner Aussage herbe Kritik ein - Bild: dpa

Eine weitere Zeitreise, diesmal ins Jahr 2008. Damals sagte der ehemalige Ministerpräsident Beckstein in Bezug auf die Senkung der Promillegrenzen: „Es ist nicht das Problem, wenn einer eine Maß trinkt, oder wenn er ein paar Stunden da ist, auch zwei.“ Im Klartext heißt das: Zwei Maß sind noch okay und fürs Autofahren reicht's auch. Eine Aussage, mit der sich Beckstein damals herbe Kritik einhandelte. Die Abendzeitung empfiehlt übrigens, nach dem Alkoholkonsum sich am besten nicht hinters Steuer zu setzen.

9. Reinheitsgebot und der Tag des Deutschen Bieres

Am 23. April ist der Tag des Deutschen Bieres - Bild: dpa

Das Reinheitsgebot kennt sicherlich jeder Wiesn-Fan. Es wurde 1516 ins Leben gerufen und sagt aus, dass Bier nur aus Hopfen, Malz, Wasser und Hefe bestehen soll. Noch heute wird Bier in Deutschland nach diesen Vorgaben gebraut. Und damit das historische Datum nicht in Vergessenheit gerät, rief die der Deutsche Brauer-Bund am 23. April 1994 den "Tag des Deutschen Bieres" ins Leben.

10. Biertrinker leben länger

Ein Liter Bier enthält viele Nährstoffe -  Bild: dpa

Gute Nachrichten zum Schluss: Laut einer Studie sollen Biertrinker länger leben. Das gilt natürlich nicht für exzessives Trinken, sondern maßvollen Genuss. Der Deutsche Brauer Bund beschreibt "maßvollen Biergenuß" als einen Liter pro Tag bei Männern und einem halben Liter bei Frauen.

 

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