Ohne Landtagsmandat Münchner CSU: Ludwig Spaenle vor Wiederwahl zum Bezirkschef

Ludwig Spaenle soll weiter den CSU-Bezirksverband anführen. Foto: Sven Hoppe/dpa

Ludwig Spaenle darf sich gute Chancen ausrechnen, am Dienstagabend wieder für den Chefposten des Münchner CSU-Bezirksverbandes gewählt zu werden. Spaenle war im März 2018 überraschend aus dem Kabinett ausgeschieden.

 

München - Auch ohne Landtagsmandat und Ministerposten soll Ludwig Spaenle weiter den Münchner CSU-Bezirksverband anführen. Der 58-Jährige darf sich berechtigte Hoffnungen machen, am Dienstagabend auf dem Bezirksparteitag (19.30 Uhr) in der Landeshauptstadt wieder für den Chefposten gewählt zu werden. Spaenle führt die Münchner CSU seit 2011, bei der Landtagswahl im Herbst 2018 verpasste er jedoch den Wiedereinzug in den Landtag. Zu dem Bezirksparteitag wird auch Parteichef und Ministerpräsident Markus Söder erwartet.

Söder ließ Spaenle außen vor

Spaenle ist seit 1977 Mitglied in der CSU. Seit 26 Jahren ist er ununterbrochen Mitglied des Bezirksvorstandes. Nach zehn Jahren im Amt des Kultusministers schied der Münchner im März 2018 überraschend aus dem Kabinett aus. Der zuvor zum Ministerpräsidenten gewählte Söder hatte ihn nicht mehr berücksichtigt und stattdessen den Niederbayern Bernd Sibler (CSU) ins Kabinett berufen.

Die Christsozialen sind in zehn Bezirksverbände untergliedert. Diese decken jeden der sieben bayerischen Bezirke ab, zudem gibt es eigene Bezirksverbände in München, im Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Schwabach und in Augsburg. Letzterer ist der kleinste der zehn CSU-Bezirke. Die oftmals als "Bezirksfürsten" bezeichneten Vorsitzenden haben in der CSU viel Einfluss und sind alle Mitglieder des Parteivorstandes.

 

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