ÖPNV attraktiver machen Im ganzen Freistaat: Grüne fordern Bayern-Ticket vor 9 Uhr

Das Bayern-Ticket ist praktisch, nicht aber für Pendler. Foto: Inga Kjer/dpa

Die Grünen im Landtag haben sich Gedanken gemacht, wie man noch mehr Bayern zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel bewegen könnte. Herausgekommen ist ein Forderungspaket, das auch eine Revolution des Bayern-Tickets vorsieht. 

 

München - Fast jeder kennt es, ein Großteil ist schonmal mit dem Bayern-Ticket gefahren. Idealerweise hat man dann noch einen bis vier Mitfahrer gefunden und damit eine Menge Geld gespart. Das Problem: Das Bayern-Ticket gilt unter der Woche erst ab 9 Uhr und auch nicht in allen ÖPNV-Netzen – für Pendler fällt dieses attraktive Angebot also weitgehend flach. 

Das wollen die Grünen im Landtag jetzt ändern. In einem Forderungspaket, das mehrere Maßnahmen enthält, mit denen mehr Menschen in Bayern zum Umstieg vom Auto auf die Öffentlichen gebracht werden sollen.

"Die Staatsregierung wird aufgefordert, das heute bereits verfügbare Bayern-Ticket so weiterzuentwickeln, dass zukünftig mit dem Bayern-Ticket der gesamte ÖPNV in Bayern genutzt werden kann. Zudem soll das Bayern-Ticket zukünftig ohne Ausschlusszeiten auch als Monats- und Jahreskarte angeboten werden", heißt es da etwa. Für eine Reise von Tür zu Tür solle nur eine Fahrkarte nötig, für die Kunden der Aufwand möglichst gering sein, heißt es in der Begründung.  

Und die Grünen gehen noch einen Schritt weiter. Um den öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver zu machen, solle es ein freistaatübergreifendes Tarifsystem mit E-Ticket-Funktion, mehr Verkehrsverbünde auf dem Land und eine zentrale Informationsstelle für Streckeninformationen oder Verspätungsmeldungen geben.

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