Nach AZ-Bericht Nackerten-Streit in München: Neue Kleiderregeln an der Isar

, aktualisiert am 26.06.2019 - 18:44 Uhr
Oben ohne an der Isar - das geht jetzt für alle Sonnenliebhaber. Foto: imago images / Alexander Pohl

Nach einem Bericht der AZ beschließt der Münchner Stadtrat in einem Dringlichkeitsantrag am Mittwoch eine neue Kleiderordnung an der Isar: Ein Höschen reicht als Badekleidung aus.

 

München - Ein Thema, bei dem sich am Mittwoch alle Stadträte einig waren: Dass Frauen an der Isar von Sicherheitsleuten zurechtgewiesen wurden, weil sie sich "oben ohne" gesonnt hatten, sei beschämend. SPD-Fraktionschef Alexander Reissl fasste zusammen: "Dieser Vorfall hätte nicht sein müssen – und nicht sein dürfen."

Nach AZ-Bericht: Stadtrat ändert Badekleidungsverordnung

Deshalb hat der Stadtrat nach den AZ-Berichten jetzt einstimmig eine Änderung der Badekleidungsverordnung beschlossen: So hat die CSU-Fraktion in einem Dringlichkeitsantrag gefordert, dass diese geändert werden muss. Künftig soll es in der Verordnung jetzt heißen, dass Badebekleidung "die primären Geschlechtsorgane vollständig bedecken muss".

CSU-Stadträtin Evelyne Menges erklärt zu dem Antrag: "Wir halten eine Hose als Badekleidung für völlig ausreichend." Damit ist die Rathaus-CSU mit den Grünen auf einer Linie. So forderte Dominik Krause, Vize-Fraktionschef der Grünen, bereits am Dienstag als Reaktion auf den AZ-Artikel OB Dieter Reiter (SPD) dazu auf, dafür zu sorgen, dass "oben ohne"-Badende - gleich welchen Geschlechtes - an öffentlichen Badestellen nicht schikaniert werden dürfen.

Nacktbaden in ganz München bleibt verboten

Abgelehnt wurde hingegen ein Vorschlag der ÖDP. Sie forderte, die Badekleidungsverordnung ersatzlos zu streichen und Nacktbaden in der ganzen Stadt zuzulassen.

 

21 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading