Nur Remis gegen Sonnenhof Großaspach Bilder: Mölders rettet den Löwen einen Punkt

Großer Kampf, karge Ausbeute: Das Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach endet mit 2:2. Hier die Bilder zum Spiel. Foto: sampics/Augenklick

Sascha Mölders, erneut Löwen-Kapitän, trifft gegen Großaspach zwar doppelt – trotzdem reicht es nur zum Remis. "Wir brauchen momentan einfach zu viele Chancen", sagt Trainer Daniel Bierofka.

München - Vom Sonnenhof kamen die gegnerischen Kicker diesmal auf Giesings unbequeme Höhen, wo nasskaltes Sauwetter herrschte. Die Löwen waren trotzdem schon vor dem Spiel zu Scherzen aufgelegt. "Die Kapitänsbinde hängt... bei welchem Spieler verraten wir dann später“, schrieben die Sechzger in den Sozialen Medien. Nach Schlusspfiff haderten sie. (Hier gibt's die Noten zum Spiel)

Großaspach schlägt doppelt zurück

Der Kapitän war es zwar, der den TSV 1860 am 13. Spieltag beim 2:2 gegen die Spielgemeinschaft Sonnenhof Großaspach in Führung schoss: Routinier Sascha Mölders, diesmal statt des wieder nur auf der Bank platzierten Felix Weber Spielführer, erzielte für die Elf von Trainer Daniel Bierofka früh die Führung (7. Minute). Dorf-Klub Großaspach schlug aber gleich doppelt zurück: Dominik Pelivan per direktem Freistoß (25.) und Makana Snimba Baku (70.) drehten das Spiel gegen schlafmützige Sechzger, bevor Mölders mit seinem zweiten Streich zumindest das Remis rettete (82.).

Löwen hadern mit dem Remis

"Für einen Stürmer ist es immer schön, wenn du triffst, aber ich hätte lieber gewonnen heute“, sagte Mölders danach. Unter dem Strich stand somit eine Punkteteilung, die als glückliches Unentschieden durchgehen musste, obwohl aufgrund Sechzigs Vielzahl an vergebener Chancen keiner wirklich glücklich war. "Das ist sehr ärgerlich. Die nehmen sich alle vor, gegen uns Traumtore zu schießen“, klagte Rechtsverteidiger Herbert Paul nach dem Spiel über Großaspachs sehenswerten Standard-Treffer: "Mit unseren Chancen hätten wir fünf Tore schießen müssen.“

Unter den Augen von Schlager-Queen und Sonnenhof-Fan Andrea Berg brachte Sechzig anfangs die von Bierofka geforderte Schärfe auf den Platz und durfte nach Mölders’ Schuss aus etwa 23 Metern, den Großaspachs Torhüter Kevin Broll nur noch ins eigene Netz lenken konnte, früh jubeln.

Simon Lorenz (10.) und Stefan Lex (23.) vergaben weitere gute Gelegenheiten. "Wir brauchen momentan einfach zu viele Chancen, um ein Tor zu erzielen“, kritisierte hinterher auch Bierofka. Pelivans sehenswerter Ausgleich raubte stattdessen die Überzeugung: Spiel und Stimmung plätscherten vor sich hin, von den scharfen Sechzgern blieb nicht mehr viel übrig. Erst ein Solo von Efkan Bekiroglu hätte um ein Haar die Führung bedeutet (45.).

Zur Pause blieb Romuald Lacazette in der Kabine, Bierofka brachte mit Kristian Böhnlein überraschend einen Debütanten. Laut dem 39-Jährigen ein taktischer Wechsel, da Lacazette bei einem weiteren Foul einen Platzverweis gedroht habe. Mit Böhnlein wurde es nicht besser – im Gegenteil: Bei einer der wenigen Gästemöglichkeiten ging Großaspach gar in Führung. "Das ist ein Wahnsinn. So ein Tor darf nie passieren“, so Bierofka über den Hergang des zweiten Gegentreffers aufgrund kollektiver Unordnung.

Ihm blieb nur, seine Elf nach Mölders‘ Flugkopfball zu 2:2 für die "Moral“ zu loben – und den Doppeltorschützen: "Sascha hat die richtige Antwort gegeben. Viele Bälle gut festgemacht und mit seinen zwei Toren seine Leistung gekrönt.“ Quirin Moll fügte über den Kapitänsvertreter hinzu: "Vor dem Spiel hat er gesagt: ‚Heute ist es soweit‘. Er hat Wort gehalten, zwei Tore geschossen und super gespielt.“ Weniger super: Am Ende glich das Duell der Löwen (17 Punkte) mit den Sonnenhof-Kickern einer verpassten Chance.


Schema:

TSV 1860: Hiller - Paul, Wein, Lorenz, Steinhart - Lacazette (46. Böhnlein (78. Abruscia), Moll, Bekiroglu - Lex, Mölders, Karger (90.+1 Kindsvater)
SG Sonnenhof Großaspach: Broll - Choroba, Gehring, Leist, Burger - Bösel, Vitzthum - Hercher (70. Binakaj), Pelivan (79. Owusu), Baku - Röttger (84. Hingerl)
Schiedsrichter: Bastian Börner (Iserlohn)
Zuschauer: 15000 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Mölders (8.), 1:1 Pelivan (26.), 1:2 Baku (71.), 2:2 Mölders (83.)
Gelbe Karten: Lacazette (1), Böhnlein (1) / Pelivan (4), Choroba (2) 


ZUM FREUEN: Moral können die Bierofka-Löwen
ZUM ÄRGERN: Sechzigs spielerische Mangelware
MEIN HELD: Der doppelte Sascha Mölders
JA, MEI: Jedes Drittliga-Spiel bleibt harte Arbeit

 

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