NS-Dokumentationszentrum OB Dieter Reiter will Max-Mannheimer-Platz

Bekommt er einen Platz in München? Der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer ist im September mit 93 Jahren gestorben. Foto: dpa

Der Ort vor dem NS-Dokumentationszentrum soll nach dem Holocaust- Zeitzeugen († 93) benannt werden.

 

Über Jahrzehnte ist der Münchner Holocaust-Zeitzeuge Max Mannheimer ein großer Mahner gewesen, der vor allem junge Leute mit seinen Erinnerungen angesprochen hat. Im vergangenen September starb er mit 96 Jahren.

OB Dieter Reiter (SPD) schlägt nun dem Ältestenrat vor, den Platz vor dem NS-Dokumentationszentrum nach ihm zu benennen. Mannheimer, der das Konzentrationslager Auschwitz überlebt hat, habe sich für das NS-Dokumentationszentrum mit aller Energie eingesetzt. "Der Platz davor hat bisher keinen Namen. Ein Max-Mannheimer-Platz würde ein wichtiges Zeichen setzen und dessen Vermächtnis würdig ehren", argumentiert der OB.

Mannheimer hatte fast seine ganze Familie im Holocaust verloren und war über zwei Jahre lang in KZs gefangen. Kurz vor Kriegsende hatten ihn US-Soldaten befreit.

Seit den 1980er Jahren engagierte er sich als Zeitzeuge für die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.

 

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