Niveau bayernweit zu niedrig Mindestlohn: 12,48 Euro wären für Münchner Alleinerziehende nötig

Nicht genug zum Leben: In München haben es Alleinerziehende besonders schwer (Symbolbild). Foto: Peter Kneffel/dpa

Trotz Vollzeitjob kommen Alleinerziehende in München mit dem gesetzlichen Mindestlohn nicht über die Runden. Das zeigen Zahlen der Bundesregierung. 

München/Berlin - Der gesetzliche Mindestlohn liegt aktuell bei 8,84 Euro pro Stunde - für Alleinerziehende nicht genug, um über die Runden zu kommen, trotz Vollzeitjob. Das berichtet der "Bayerische Rundfunk" unter Berufung auf die Antwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag.

München: 12,48 Euro Mindestlohn wäre nötig

Nirgendwo in Deutschland reicht der Mindestlohn für Alleinerziehende demnach, um es über das Hartz-IV-Niveau zu schaffen. Aufgrund der hohen Mieten und Lebenshaltungskosten haben es Alleinerziehende in Bayern besonders schwer: Sie müssten im Schnitt 11,09 Euro pro Stunde verdienen, um über die Runden zu kommen. Noch schlimmer sieht es in München aus: Hier müsste der Mindestlohn sogar 12,48 Euro betragen.

Weniger als Hartz-IV trotz Vollzeitjob

In Bayern haben Alleinerziehende mit Vollzeitjob und Mindestlohn nach Berechnungen des "BR" lediglich 336 Euro pro Monat für die Miete übrig. Der Hartz-IV-Anspruch liegt bayernweit im Schnitt bei 550 Euro. Heißt: Trotz Vollzeitjob sind Alleinerziehende, die den Mindestlohn verdienen, auf staatliche Unterstützung angewiesen. 

Erhöhung des Mindestlohns soll kommen

Kommendes Jahr soll der Mindestlohn von 8,84 Euro auf 9,19 Euro pro Stunde angehoben werden. Für Alleinerziehende würde das gerade gerade mal in einer Region in Bayern ausreichen, um über den Hartz-IV-Anspruch zu kommen: im niederbayerischen Landkreis Freyung Grafenau.

 

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