Neuheit von Ford Plug-in-Hybrid im Explorer: Dicker Brummer mit grüner Seele

Der neue Ford Explorer ist 5,05 Meter lang, 2,28 Meter breit und 1,78 Meter hoch. Foto: Rudolf Huber

Ford setzt jetzt den Explorer in Form eines Plug-in-Hybrids unter Strom. Der hat es in sich und liefert Leistung im Überfluss, so der Eindruck beim ersten Test.

 


München - Hoppla, jetzt kommt der Explorer: 5,05 Meter lang, 2,28 Meter breit, 1,78 Meter hoch und knapp 2,5 Tonnen schwer – in der USA gilt das als "Midsize SUV". Bei uns zählt die jüngste Generation des Erfolgs-Modells von Ford zu den dicken Brummern. Wir haben den US-"Entdecker" passend zum Auslieferungsstart in Deutschland ausprobiert.

 

In Europa wird der neue Explorer als Teil der Elektrifizierungs-Initiative von Ford (18 Strom-Modelle bis Ende 2022) gesehen und nur mit Plug-in-Hybrid-Antrieb angeboten. Aber mit was für einem. Der drei Liter große V6-Benziner bringt es in Zusammenarbeit mit einem 102 PS starken E-Motor auf knackige 457 PS und ein beachtenswertes Drehmoment von 825 Newtonmetern. Natürlich per Automatik – mit zehn Gängen. Und mit Allradantrieb plus diversen Sepzial-Modi für alle Fälle.

Ford Explorer: In sechs Sekunden von null auf 100

 

Die technischen Daten klingen nicht nur beeindruckend - sie fühlen sich auch so an. Wenn einem danach ist, lässt sich der Koloss in sechs Sekunden auf Tempo 100 bringen, erst bei 230 Sachen ist Schluss. Dann hat der Pilot aber auch den nach einer eher praxisuntauglichen Gleichung errechneten Normverbrauchswert von 3,1 Liter Sprit je 100 Kilometer und 20,53 kWh gnadenlos pulverisiert.

Ford Explorer: 2,5-Tonner mit Platz ohne Ende

 

Auf Langstrecke dürften zehn Liter bei normaler Fahrweise realistisch sein. Und im Kurzstreckenbetrieb mit anfangs voller Batterie (Reichweite: 42 Kilometer) und vielen Rekuperations-, also Energierückgewinnungs-Möglichkeiten, sind Werte knapp unter vier Liter drin.

 

Nicht vergessen: Es geht um einen 2,5-Tonner mit derartig viel Platz, dass sich zwei Passagiere darin geradezu alleingelassen fühlen. Bis zu sieben Personen können an Bord, das andere Extrem sind zwei Leute und 2274 Liter fürs Ladegut – so ersetzt der Explorer schnell mal den Umzugs-Transporter.

 

Rasende Fortbewegung ist, wie bei US-Fahrzeugen üblich, trotz eines wirklich adäquaten Fahrwerks nicht die bevorzugte Fortbewegungsart im Explorer. Keep on cruising, immer schön geschmeidig mitschwimmen, das passt exakt zu dem Groß-SUV.

Ford Explorer: Das sind die Preise für den Koloss

 

Dann kann man sich auch über das Verwöhn-Aroma des Innenraums freuen, über die bequemen Sitze,den vielen Platz, die angenehmen Materialien, das Digital-Cockpit mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten und die Anzeigen auf dem hochkant stehenden Tablet in der Mitte des Armaturenbretts. Wo haben wir sowas schon mal gesehen? Bei Tesla vielleicht?

Die gewünschte Forbewegungsart wird über Dreh- und Drückschalter gewählt, vom reinen E-Betrieb über eine automatische Auswahl des optimalen Antriebs bis zum Stromspeichern für die nächste Umweltzone. Ein WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte ist auch installiert, diverse Assistenzsysteme, ein feines Hifi-System, dazu jede Menge USB-Anschlüsse und reichlich Ablagen und Cupholder – der american way of drive lässt grüßen.


Zu haben ist der Explorer als ST-Line – also etwas sportlich angehaucht, und als Platinum mit Schwerpunkt auf Glanz und Gloria. Die Preise starten bei 76.000 und 77.000 Euro – was angesichts des Gesamtpakets, der steuerlichen Bevorzugung und der Tarife für Mitbewerber wie BMW X7, Mercedes GLS oder Volvo XC90 als durchaus günstig angesehen werden kann.

 

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