Neues "Tor zu Stadt"? Benkos Karstadt-Pläne: Das sagt die Stadtbaurätin

Benkos Reich: Karstadt am Bahnhof, Karstadt Sport, Oberpollinger und Alte Akademie – überall bestimmt der Österreicher mit. Foto: AZ

Städtebaulich wäre ein Abriss eine Chance: Elisabeth Merk hofft auf ein „echtes Tor zu Stadt“.

 

München - Der österreichische Immobilien-Mogul René Benko will die Münchner Shopping-Welt ordentlich umkrempeln. Über eine Milliarde Euro will seine Signa Holding in den nächsten Jahren investieren – vor allem in den Umbau vom Karstadt am Hauptbahnhof.

Über die genauen Pläne ist zwar noch recht wenig bekannt. Dass sich Benko des Karstadts annehmen will, wird bei der Stadt aber grundsätzlich positiv bewertet.

Stadtbaurätin Elisabeth Merk (parteifrei) erhofft sich von der Initiative einen Impuls für die Gestaltung des öffentlichen Raums. Die Fußgängerzone in der Schützenstraße ist schließlich recht dunkel. Und auch auf der Nordseite des Karstadt-Gebäudes herrscht überwiegend leblose Beton-Tristesse.

Merk fordert aber auch einen „verantwortungsvollen Umgang mit dieser wichtigen Achse“. Der Karstadt stehe schließlich nicht an irgendeiner unbedeutenden Ecke der Stadt, er sei vielmehr das zentrale Verbindungsstück zwischen Hauptbahnhof und Altstadt. „Im besten Fall“, so die 53-Jährige, „entsteht dort ein echtes Tor zur Stadt.“

In den vergangenen Tagen sind erste Konzepte für den Umbau des Karstadts durchgesickert. Demnach erwägt Benko sogar einen Abriss des langgezogenen Anbaus aus den 70er Jahren. Übrig bleiben würde dann nur das denkmalgeschützte Hauptgebäude am Hauptbahnhof.

Den Anbau würde Benko gerne durch zwei getrennte Kaufhaus-Blöcke ersetzen – samt einer neuen Stichstraße zwischen Schützen- und Prielmayerstraße.

Zusammen mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und dem Neubau des Königshofs könnte also tatsächlich eine komplett neue Achse entstehen. Städtebaulich sei Benkos Vorstoß jedenfalls „eine richtige Chance“, heißt es im Rathaus.

 

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