Neues Sicherheitskonzept Einlasskontrollen und Streifen: Rathaus macht dicht

, aktualisiert am 26.04.2017 - 09:26 Uhr
Taschenkontrollen, ein neues Alarmsystem und mehr Wachpersonal: Nur einige von vielen neuen Sicherheitsmaßnahmen im Münchner Rathaus. Foto: Sven Hoppe/dpa

Das Rathaus macht dicht. Vor allem bei öffentlichen Stadtratssitzungen soll in Zukunft stärker kontrolliert werden. Alle Mitarbeiter bekommen zudem ein Art Alarmknopf.

München - Wer in Zukunft Stadtratssitzungen besuchen will, muss sich auf umfassende Kontrollen einstellen.

Wie die BILD berichtet, wird es bereits in naher Zukunft harte Einlasskontrollen für die Tribüne im Sitzungssaal geben. Besucher sollen auf Sprengstoff und Waffen durchsucht werden. Doch nicht nur bei den Debatten wird verstärkt kontrolliert, auch im normalen Betrieb soll mehr für die Sicherheit getan werden.

Eine Doppelstreife soll Kontrollgänge im Rathaus durchführen und Personen, die einen suchenden Eindruck machen, gezielt nach dem Grund ihres Aufenthalts fragen. Wer sich unberechtigt im Rathaus aufhält, soll aus dem Gebäude gebracht werden.

Mitarbeiter bekommen Alarm-System

Für alle Mitarbeiter kommt außerdem ein neues IT-Sicherheitssystem in die Büros. Im Falle einer Bedrohung reicht dann ein Knopfdruck und Hilfe ist unterwegs. Das Sicherheitskonzept sieht daneben auch vor, dass die meisten Eingänge abends und am Wochenende verschlossen werden, der Rest bewacht.

Insgesamt kostet das Sicherheitspaket pro Jahr rund 650.000 Euro. Seit dem Amoklauf in München im Juli vergangenen Jahres war über ein neues Sicherheitskonzept diskutiert worden.

 

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