Neueröffnung Die 245-Millionen-Schule in München-Freiham

, aktualisiert am 04.09.2019 - 09:54 Uhr
So modern sieht der Pausenhof aus. Vier verschiedene Schulen bilden das Schulzentrum in Freiham. Foto: Daniel von Loeper

In Münchens größtem Neubaugebiet Freiham wird das neue Schulzentrum eröffnet. Warum die Stadt so stolz darauf ist.

 

München - Nächste Woche starten 1.200 Schülerinnen und Schüler ihren ersten Schultag in Münchens größtem Schulbauprojekt. Für rund 245 Millionen Euro sind hier innerhalb von zwei Jahren Bauzeit vier staatliche Schulen geschaffen worden, die laut Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) "die besten Bedingungen für moderne Pädagogik und Inklusion bieten".

Bei einem Presserundgang mit Bürgermeisterin Christine Strobl (SPD), Baureferentin Rosemarie Hingerl (parteilos) und Stadtschulrätin Beatrix Zurek (SPD) wird die Besonderheit des modernen Schulkomplexes deutlich.

Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit

Strobl ist stolz auf das Projekt. Die räumliche Nähe von Grundschule mit Ganztagsbildung, Sonderpädagogischem Förder- und Kompetenzzentrum, Realschule und Gymnasium biete die besten Voraussetzungen, dass Übergänge zwischen den einzelnen Schularten gelingen könnten. Das sei ein wichtiger Aspekt für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. "Außerdem fällt es den Schülern so viel leichter, Kontakte zu halten, auch wenn sich die jeweilige Schullaufbahn mal ändert", erklärt die Bürgermeisterin.

Dieses Zusammenkommen von verschiedenen Schulformen soll nicht nur neue Begegnungen schaffen, sondern stellt auch Lehrer und Pädagogen vor neue Herausforderungen. Alle vier Schulen sind nach dem Münchner Lernhauskonzept gestaltet – mehrere kleine Schulen in einem großen Schulzentrum.

Der Schulleiter des Gymnasiums, Thomas Schranner, sieht die integrierte Bildung daher als Chance für ein neues Bildungskonzept. "Hier lernen schon die Kleinen von den Großen". Diese Motivation würde in anderen Schulformen oft fehlen, so der Schulleiter.

"Es wird Zeit, dass die Kinder kommen"

OB Reiter sieht das Freihamer Schulzentrum durch die aktive Bürgerbeteiligung von Schülern und Eltern in der Realisierungsphase "nicht nur als nüchternen Lernort, sondern als Ort mit hoher Identifikationskraft und einem guten Miteinander".

Das Miteinander auf den rund 38.500 Quadratmetern soll ab kommenden Dienstag vor allem in der "Campus Mitte", dem Herzstück des Zentrums, stattfinden. Umrahmt von zahlreichen Grünflächen, befindet sich darin die Mensa für alle Schulen, eine Bibliothek, Kreativbereiche und eine Doppelsporthalle.

Stadtschulrätin Zurek freut sich, dass das riesige Bildungsarsenal nun endlich in Betrieb genommen wird. "Es wird Zeit, dass die Kinder kommen."

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