Neue Technologie gegen das Virus Münchner Firma arbeitet an Corona-Ultraschnelltest

Bis zu 300.000 Menschen könnten mit dem neuen Test täglich geprüft werden. (Symbolbild) Foto: dpa

Corona-infiziert oder nicht? Ein neuer Test in Entwicklung verspricht ein Ergebnis binnen 15 Minuten. Doch wie verlässlich ist er?

 

Martinsried - Das Biotechnologie-Unternehmen GNA Biosolutions arbeitet derzeit an einem ultraschnellen Coronavirus-Test: Binnen 15 Minuten soll er ein eindeutiges und verlässliches Ergebnis über eine mögliche Infektion mit dem Covid-19-Virus liefern. Die dahinterliegende Technologie nennt das Unternehmen Pulse Controlled Amplification (PCA): die Vervielfältigung von Erbmaterial in Rekordzeit. Das Unternehmen hofft, den Test in den kommenden acht bis zwölf Wochen zur Marktreife und in die Serienproduktion bringen zu können.

Aiwanger: "Schnell ans Ziel kommen" für bestmöglichen Schutz gegen Corona

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat GNA Biosolutions am Freitag auf dem Uni-Campus in Martinsried besucht.

"Gemeinsam setzen wir alles daran, die anstehenden Schritte zeitlich zu optimieren und mit ausreichend Finanzmitteln zu hinterlegen", so Aiwanger nach Unternehmensangaben bei seinem Besuch. "Wir wollen so schnell es geht ans Ziel kommen, um die deutsche Bevölkerung bestmöglich vor dem Coronavirus zu schützen."

Täglich bis zu 300.000 Covid-19-Tests möglich

Wenn es gelänge, das Verfahren und das mobile Testgerät tatsächlich in acht bis zwölf Wochen in die Serienfertigung zu bekommen, "können wir mit 1.000 Geräten täglich rund 300.000 Tests durchführen", so der bayerische Wirtschaftsminister weiter. Für die Beschleunigung der Entwicklung vom Prototypen hin zum flächendeckend verfügbaren Serien-Testkit stelle er seine volle Unterstützung zur Verfügung.

Gemeinsam gegen die Corona-Pandemie

Die Firma GNA Biosolutions ist eine Ausgründung aus der Ludwig-Maximilians-Universität München. Wie auch andere Unternehmen, die bereits Tests zur Marktreife brachten, gehört sie zum Münchner Biotechcluster auf dem Martinsrieder Campus. 

Technologie-Plattform für Hilfe gegen das Virus

Auch externe Unternehmen und Forschungsgruppen wurden aufgerufen, innovative Beiträge zur Lösung der Covid-19-Krise einzubringen. Zudem wurde eine überregionale Covid-19-Plattform zum besseren Austausch von Unternehmen, Politik und Technologie organisiert. Federführend ist die Netzwerkorganisation der Biotechnologiebranche in München und Bayern BioM. Die Organisation agiert im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

 

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