Neu auf dem Oktoberfest Auf der Wiesn: Huch! Paulaner hat ein Klo-Büro

Tatata, hier steht er, der überraschende Neuzugang auf der Wiesn: Ein Mini-Zelt von Paulaner, das Klo-Büro genannt wird, weil es offiziell ein Büro(erste Etage) über den öffentlichen Toiletten (die ebenfalls hölzern verkleidet sind) im Erdgeschoss ist. Foto: privat

Verrückte Wiesn: Arabella Schörghuber und Peter Pongratz bauen neben ihr Wiesnzelt ein kleines Zelt – über einer öffentlichen Toilette. Wie kommt’s?

 

München - Nicht nur in München wird der Platz immer enger, auch auf dem Oktoberfest. Was also tun? Genau das, was in der Stadt nicht ganz so einfach und schnell durchzusetzen ist, aber heuer auf der Wiesn prompt genehmigt wurde: in die Höhe bauen. Das Paulaner Festzelt (vormals: Winzerer Fähndl) gehört zu den größten Wiesnzelten mit insgesamt 8.408 Plätzen. Doch zum ersten Mal bekommt Paulaner in diesem Jahr plötzlich ein Mini-Zelt direkt daneben dazu.

Und das kommt so: Das Mini-Zelt ist das Büro von Arabella Schörghuber und Peter Pongratz, die nach ihrer Scheidung im letzten Jahr das lukrative Wiesn-Geschäft weiterhin gemeinsam (und freundschaftlich!) führen.

Anbau zum Paulaner Festzelt: Büro über der Toilette

Verrücktes Detail: Ihr neues Büro befindet sich im ersten Stock – genau über öffentlichen Damen- und Herren-Toiletten.

Bitte, wie? Tatsächlich: Im Rücken der Paulaner-Hausbox (in deren Nähe das Büro zuvor lange war) und dem benachbarten kleinen Zelt, dem Glöckle Wirt, thront nun ein oliv-beigefarbener Neubau über einem der öffentlichen Wiesn-WCs.

Toni Pletschacher war mit Aufbau beauftragt

Dass es im nigelnagelneuen Büro nicht unangenehm riecht oder zu unerfreulichen Spontan-Besuchen aus dem Erdgeschoss kommt, dafür zeigte sich Toni Pletschacher verantwortlich.

Wer sonst: Der Zelt-König ist für so ziemlich jeden Aufbau auf der Theresienwiese zuständig: große Zelte, kleine Zelte, jetzt eben auch ein Mini-Zelt. Die neue Etage auf dem WC in der Straße 4 West, so der offizielle Straßenname auf der Theresienwiese, kann sich aber auch wirklich sehen lassen. Das Büro besteht innen und außen aus hochwertigem Holz, ist groß und hell. Es hat sechs Fenster an der Vorderseite, einen langen Balkon und sogar einen eigenen großzügigen Aufzug (!) mit einer Glastür.

Neid unter den Wiesn-Wirten um "Klo-Büro"

Natürlich sorgt der wundersame Paulaner-Anbau auf dem Klo für viel Getuschel unter den anderen Wirten. Obwohl das Ex-Ehepaar Schörghuber/Pongratz mit seiner überraschenden Erweiterung sehr diskret vorgegangen ist, spricht sich ein neues Häusl auf der so begehrten Festwiese eben rasend schnell herum.

Kein Wunder: Der Konkurrenz- und Neid-Faktor ist auf der Wiesn besonders hoch. Am liebsten würde wohl jeder Wirt anbauen – egal wo, egal wie viel, Hauptsache mehr. Offiziell äußern möchte sich niemand zum neuen Mini-Zelt von Paulaner, ein Wirte-Kollege aus der Nachbarschaft kommentiert es nur so: "Leider ist das nicht mein Klo-Büro." Was wohl mit dem neu gewonnenen Platz im großen Zelt passiert? Darum muss sich niemand sorgen.

Spannend wird auch zu sehen sein, wie viele Nachverdichtungen es künftig auf der Wiesn noch so geben wird.

Lesen Sie hier: Wiesn-Newsblog - Hochbetrieb bei den Vorbereitungen

Lesen Sie hier: Wiesn - Das ist das Sicherheitskonzept der Polizei

Lesen Sie hier: Oktoberfest - So beschreiben die Brauer ihr Wiesn-Bier

 

1 Kommentar

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading