Nationaltrainer Deschamps erklärt Deshalb hat Bayern-Star Hernández nicht für Frankreich gespielt

Ob Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps (rechts) Bayern-Profi Lucas Hernández im Spiel gegen die Türkei bringt? Foto: imago/eu-images

Der Zwist um die Nominierung von Hernández: Frankreichs Nationaltrainer Deschamps hat jetzt erklärt, warum der Bayern-Neuzugang in Island nicht zum Einsatz kam.  

 

München/Reykavik - Ob diese Argumentation Bayern-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt gefällt? Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps hat nach dem mühevollen 1:0 (1:0) in Reykjavik gegen Island erklärt, warum Lucas Hernández im EM-Qualifikationsspiel nicht zum Einsatz gekommen ist.

"Bei Lucas Hernández traf ich die Entscheidung, dass er nicht spielt, nachdem ich alle Informationen, die ich hatte, analysiert habe", wird der 50-Jährige vom "Le Parisien" zitiert.

Deschamps betont: "Ich habe auch mit dem Spieler gesprochen. Seine Einschätzung zählte auch. Er war nicht in der besten psychologischen Verfassung, wenn es darum ging, in Zweikämpfe gehen zu müssen. (...) Also habe ich beschlossen, Hernández nicht starten zu lassen. Am Montag gibt es ein weiteres Spiel." Dann geht es für den Weltmeister gegen die Türkei.

Zwist um Lucas Hernández: Müller-Wohlfahrt schreibt E-Mail

Um den Gesundheitszustand von Bayerns Neuzugang Hernández war es zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem französischen Verband zu Unstimmigkeiten gekommen.

Zuletzt hatte Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt eine E-Mail an die Franzosen geschrieben und dringend davor gewarnt, den Innenverteidiger nach seinen jüngsten Knieproblemen spielen oder unter Wettkampfbedingungen trainieren zu lassen. Viel zu groß sei die Gefahr einer erneuten Verletzung.

Zwist um Lucas Hernández: FC Bayern von Franzosen "irritiert"

Der für die Rekordsumme von 80 Millionen Euro verpflichtete Hernández hatte zuletzt die Bayern-Spiele gegen Tottenham und Hoffenheim verpasst. Das im Frühjahr operierte Knie machte laut Angaben der Münchner die Pause notwendig, Sportdirektor Hasan Salihamidzic sprach von einer "Stressreaktion".

Die Bayern wollten ihren Verteidiger ursprünglich erst gar nicht abstellen, doch Frankreich beorderte Hernández zur Nationalmanschaft und wollte ihn selbst untersuchen. Das kann der Weltmeister deshalb, weil die Vereine Nationalspieler in den Länderspielpausen abstellen müssen.

"Ich bin irritiert über das Verhalten des französischen Verbandes", hatte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gesagt und sich von den Franzosen "wegen des großen Risikos mehr Verständnis erwartet". Frankreichs Nationaltrainer Deschamps hatte seinen Weltmeister allerdings für einsatzbereit erklärt.

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