Nachfolger von Uli Hoeneß Herbert Hainer will den FC Bayern zurück in die europäische Spitze führen

Herbert Hainer beerbt Uli Hoeneß im November als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender des FC Bayern. Foto: Daniel Karmann/dpa

Der designierte Präsident des FC Bayern steckt sich für die Zukunft große Ziele. "Natürlich wollen wir wieder mal die Champions League gewinnen", sagt der gebürtige Dingolfinger.

 

München - Nur noch eine Monat – dann beginnt beim FC Bayern eine neue Zeitrechnung. Nicht weniger als das. Denn am 15. November dankt Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung der Münchner in der Olympiahalle ab, der Patron vom Tegernsee tritt nicht mehr zur Wahl als Vereinspräsident an, auch den Vorsitz im Aufsichtsrat gibt Hoeneß auf. Kaum vorstellbar – und doch bald Realität.

Ob sich Hoeneß anschließend tatsächlich aus dem Tagesgeschäft heraushalten wird? Ob er wirklich ein stiller Beobachter sein kann, ein "normales" Mitglied des Aufsichtsrats? Aktuell kann man darüber nur spekulieren. Was klar ist: Hoeneß’ Thronfolger, das neue Bayern-Oberhaupt, ist bereits gefunden. Der langjährige Adidas-Boss Herbert Hainer (65) beerbt Hoeneß als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender.

FC Bayern: Hainer verfolgt dieselben Ziele wie Hoeneß

Die beiden Metzgersöhne eint eine Menge, sie wollen den FC Bayern weiter in der europäischen Spitze sehen – aber nicht um jeden Preis. Man werde "nicht jeden finanziellen Wahnsinn mitmachen", sagt Hainer. "Das hat der FC Bayern in den letzten zehn, zwanzig Jahren gut bewiesen: Dass man erfolgreich ist, dass man wirtschaftlich sauber arbeitet." Er wolle wie Hoeneß weiter versuchen, "die Fans, die Basis, die Mitglieder einzubinden" und gleichzeitig alles dafür tun, "um eine attraktive Mannschaft zu stellen. Das sind wir auch unseren Fans schuldig."

Einen großen Traum hat Hainer, der gebürtig aus Dingolfing stammt und dessen Bruder Walter einst in der Bundesliga für den TSV 1860 spielte: "Natürlich wollen wir wieder mal die Champions League gewinnen. Das ist der Antrieb, den man haben muss." Der künftige Bayern-Boss hat auch schon ein perfektes Endspiel im Kopf. "Der FC Bayern gegen den FC Barcelona – und wir gewinnen die Champions League. Das wäre definitiv etwas, das mir gefallen würde." Seinem Freund Hoeneß mit Sicherheit auch. Vielleicht klappt’s ja im Jahr 2022, wenn das Königsklassen-Finale wieder in München stattfindet.

 

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