Nach versuchter Erpressung Hoeneß-Erpresser schrieb Drohungen auf dem PC

Uli Hoeneß am letzten Tag seines Prozesses wegen Steuerhinterziehung Foto: imago/Future Image

Der vorbestrafte Thomas S., der Uli Hoeneß und seine Familie bedrohte, hat umfassend ausgesagt. Jetzt droht ihm eine längere Haftstrafe als dem ebenfalls verurteilten Hoeneß.

 

München - Exakt 215000 Euro wollte Ex-Häftling Thomas S. (50) von Uli Hoeneß erpressen. „ Ihre Haftzeit wird kein Zuckerschlecken , s chrieb Thomas S. unter anderem. Nach AZ-Informationen wurde der Erpresserbrief nicht handschriftlich sondern auf einem PC geschrieben. Thomas S. drohte darin auch der Familie des ehemaligen Bayern-Präsidenten mit Repressalien, wenn Hoeneß die geforderte Summe nicht zahle. Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus.

Wie berichtet, wurde der vielfach vorbestrafte Mann aus Solln bei der Geldübergabe am Samstag in Sendling gefasst. Nachdem Thomas S. ein von der Polizei präpariertes Päckchen aus einem Mülleimer an einer Bushaltestelle in der Aidenbachstraße gefischt hatte, stürzte der Erpresser beim Versuch zu flüchten von seinem Rad. Dabei brach er sich das Schlüsselbein.

Nun sitzt der 50-Jährige in Stadelheim in U-Haft. Er hat sich "umfassend eingelassen" zu den Vorwürfen, so ein Ermittler. Die Staatsanwaltschaft will möglichst schnell Anklage erheben. B ei versuchter Erpressung drohen im Normalfall bis zu fünf Jahre Gefängnis . Hoeneß, der wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verurteilt wurde, muss für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

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