Nach verbaler Auseinandersetzung Freisinger (28) am Sendlinger Tor niedergestochen

, aktualisiert am 12.09.2016 - 09:10 Uhr
Warum die beiden Gruppen aufeinander losgingen, ist noch nicht klar. (Symbolbild) Foto: imago

Im Sperrengeschoss am Sendlinger Tor geraten nachts zwei Gruppen in Streit. Ein Mann sticht mit einem Messer zu

 

Altstadt - In den frühen Morgenstunden ist am Samstag ein Spezialist für computergesteuerte Drehmaschinen im U-Bahnhof Sendlinger Tor lebensgefährlich verletzt worden. Der 28-Jährige aus dem Landkreis Freising musste notoperiert werden. Inzwischen ist er außer Lebensgefahr. Der mutmaßliche Messerstecher wurde gefasst.

Fred S. (Name geändert), der in einem kleinen Ort im Landkreis Freising wohnt, war am Freitag zusammen mit neun Bekannten nach München gefahren, um mit ihnen auszugehen. Die Männer feierten ausgiebig, erst gegen 4.20 Uhr machten sie sich auf den Heimweg. Am Sendlinger Tor wollten sie zunächst in die U-Bahn steigen.

Doch dort trafen die Freunde auf eine andere Gruppe junger Männer. Einige von ihnen sind laut Polizei bereits mehrmals mit Straftaten – darunter Körperverletzungsdelikten – aktenkundig geworden. Was den Streit auslöste, ist noch unklar. Vermutlich wollte die zweite Gruppe, die aus sechs Männern bestand, einfach provozieren. „Auf zunächst verbale Auseinandersetzungen folgten Tätlichkeiten“, so Polizeisprecher Wolfgang Behr. Aus dem Hin und Her wurde blutiger Ernst.

Arterie getroffen

Plötzlich zückte ein dunkelhäutiger Mann aus der zweiten Gruppe ein Taschenmesser und stach es Fred S. nahe des Schlüsselbeins in den Hals. Dabei verletzte er auch eine Arterie. Während sich seine Begleiter um Fred s. kümmerten, flüchtete der Messerstecher.

Durch Zeugenhinweise konnte der gebürtige US-Amerikaner (20), der in München lebt, aber schnell gefasst werden. Auch die Tatwaffe wurde gefunden. Gestern erging Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.
Der Polizeisprecher betonte, dass der Vorfall nichts mit dem Flüchtlingscamp am Sendlinger Tor zu tun hatte. 


Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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