Nach Unfällen U-Bahn: Blindenverein fordert mehr Sicherheit

Das Gleis 2 im S-Bahnhof Isartor: Hier wurde ein Lehrling von einem einfahrenden Zug überrollt und schwer verletzt. Die AZ berichtete jüngst öfter über Unfälle am Gleis. Foto: Feindt

Ende Dezember war der Mann auf die Gleise gestürzt und wurde schwer verletzt. Jetzt fordert der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund mehr Sicherheit in der U-Bahn.

 

München – Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund hat nach dem U-Bahn-Unglück eines Blinden mehr Sicherheit für die Fahrgäste in der Münchner U-Bahn gefordert. Ende Dezember war der Mann auf die Gleise gestürzt und wurde schwer verletzt. An den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) schrieb der Verein nun: „Sorgen Sie jetzt für Sicherheitssysteme in den Münchner Verkehrsanlagen, die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.“

Die Münchner Stadtwerke wiesen am Donnerstag darauf hin, dass die U-Bahn im Unterschied zur S-Bahn über einen Nothalt, der im Falle eines Gleissturz betätigt werden kann, an jedem Bahnsteig verfüge. „Fest steht: Einzelne Gleisstürze gibt es überall im Schienenverkehr, die Münchner U-Bahn ist kein besonders gefährdeter Bereich.“

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