Nach über zehn Jahren Das Salt am Rundfunkplatz hat dichtgemacht

Maximilian Sierk-Paul auf der großzügigen Lounge-Terrasse des Salt. 2018 hatte er das Lokal als Geschäftsführer übernommen. Foto: Petra Schramek

Viele AZ-Leser kennen das Lokal von der Ess-Klasse (und auch AZ-Mitarbeiter waren oft hier). Nun ist Schluss am Rundfunkplatz.

 

Maxvorstand - Am Rundfunkplatz 4 sind die Lichter ausgegangen. München ist um eine kulinarische Attraktion für Gourmets ärmer: Das Restaurant Salt hat seit dem Wochenende geschlossen. Für immer.

Das Lokal war lange so etwas wie die Kaffeestube und Kantine für Teile der AZ-Redaktion, die bis 2014 in den Räumen darüber arbeitete. Zudem galt das Restaurant auch als Lieblingstreff für Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks von gegenüber – wegen der großzügigen Terrasse und der feinen internationalen Küche.

Ein Gang pro Gast reichte nicht zum Überleben

Am 1. Februar postete das Betreiber-Team noch auf Facebook: "Alles ist gut, solange es ein Dessert gibt" – dazu stellten die Mitarbeiter das Foto eines raffiniert gestylten Cheesecake-Desserts.

Doch nun sind die Küche, der Gastraum für bis 140 Gäste und die legendäre Lounge verwaist: Das besondere Lokal im Erdgeschoss der Hopfenpost am Rundfunkplatz musste aus wirtschaftlichen Gründen schließen.

Am Montag war auf der Social-Media-Plattform die traurige Nachricht des Teams erschienen: "Liebe Gäste, schweren Herzens musste das Salt dauerhaft schließen. Wir möchten uns bei allen bedanken für die tolle Zeit" – illustriert wird der Abschiedsgruß von einem edel inszenierten Fischgericht mit Zuckerschoten.

"Die Gäste haben unsere Trüffelpommes geliebt und die Sprizz-Variationen von unserer Bar", sagt Geschäftsführerin Lotta Gabrielidis: "Doch bei der Größe des Lokals wäre es notwendig gewesen, dass die Gäste mehr als nur einen Gang essen."

Welche Menüs das Salt liefern konnte, haben die Gäste der Ess-Klasse, also der Gourmet-Aktion der AZ, mehrmals probieren dürfen. Bei der letzten Ess-Klasse im Oktober kredenzte das Salt: Kalbsterrine, Ungarische Fischsuppe, Rehrücken mit Quitte, Büffelfilet mit Topinambur, Joghurt-Mango-Törtchen.

2009 war das Lokal eröffnet, zwischendurch in Box-Kitchen umbenannt worden, seit 2018 hieß es wieder Salt.

 

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