Nach Startelf-Einsatz in Piräus FC Bayern: So sieht Thomas Müllers Perspektive jetzt aus

Einer der Besten in Piräus: Bayerns Thomas Müller. Foto: imago/ANE Edition

Beim Champions-League-Duell gegen Olympiakos Piräus steht Thomas Müller erstmals nach sechs Partien in der Startelf. "Er ist immer gefährlich".

 

München - Seine Laune war so mittel. Ein bisschen Schelm klang bei Thomas Müller durch, aber das gute, alte "Radio Müller", so sein Spitzname, war noch nicht wieder auf Sendung trotz seines ersten Startelf-Einsatzes nach sechs Partien hintereinander auf der Bank.

"Wir wissen, dass nicht alles perfekt war", sagte er kurz angebunden, "ich bin nicht der, der hier die großen Analysen anschwingt. Ich versuche mich aufs Sportliche zu konzentrieren." Womöglich war die Aufstellung durch Trainer Niko Kovac beim 3:2 in Piräus ja nur eine Ausnahme. Auffällig und merkwürdig, wie zurückhaltend sich die Beteiligten über Müllers "Comeback" äußerten. "Das sollen andere bewerten", sagte Kovac und redete sich heraus: "Über Einzelne möchte ich jetzt nicht reden." 

Thomas Müller: Aktivposten in Piräus

Auch Sportdirektor Hasan Salihamidzic äußerte sich maximal defensiv: "Thomas ist ein wichtiger Spieler für den Klub, für die Mannschaft – jetzt jedes Mal darauf rumzuhacken, ist ein bisschen zu viel. Es war eine Mannschaftsleistung." Eine recht ungenügende. Siehe auch den total unauffälligen Philippe Coutinho, für Sky-Experte Didi Hamann "ein Fremdkörper in der Mannschaft".

Anders Müller. Drei Torschüsse, eine direkte und eine indirekte Torvorlage zu den beiden Robert-Lewandowski-Treffern. Müller, zunächst Rechtsaußen, dann in zentraler Position, spielte sehr engagiert, lief und rackerte, kein anderer Spieler auf dem Platz führte so viele Zweikämpfe (16). Der 30-jährige Weltmeister von 2014, die bajuwarische Identifikationsfigur des FC Bayern, der Publikumsliebling, empfahl sich für weitere Startelf-Einsätze – klingt komisch, ist aber so.

"Thomas Müller ist ein totaler Bestandteil unserer Mannschaft, und er gehört natürlich auch auf den Platz wie andere", meinte Kapitän Manuel Neuer zunächst recht oberflächlich, um dann doch konkreter zu werden: "Er ist immer gefährlich, schließt Lücken und ist immer präsent. Er spricht viel und organisiert. So verändert sich das Spiel." Da halten zwei zusammen.

 

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