Nach Pleite bei Bundestagswahl Bericht: Münchner CSU fordert Neuanfang ohne Seehofer

, aktualisiert am 12.10.2017 - 13:09 Uhr
Nur noch ein Schatten seiner selbst? CSU-Chef Horst Seehofer. Foto: Tobias Hase/dpa

Die Luft für CSU-Chef Horst Seehofer wird immer dünner. Nach dem enttäuschenden Ergebnis bei der Bundestagswahl fordern immer mehr Parteimitglieder einen klaren Schnitt. So jetzt auch die Münchner CSU.

 

München - Nach Oberpfalz und Oberfranken entzieht auch der Münchner Bezirksverband der CSU dem Parteivorsitzenden Horst Seehofer mehrheitlich die Unterstützung. Nach einem Bericht der BILD-Zeitung forderten acht von neun Kreisverbänden bei einem nicht offiziellen Treffen einen "personellen Neuanfang" an der Spitze von Partei und Staatsregierung. "Sonst verlieren wir nächstes Jahr mit der Landtagswahl in Bayern auch die dritte Wahl."

Die Mitglieder der Kreisverbände geben Seehofer sowie der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Schuld an der jüngsten Wahlschlappe in Bayern. Dort fiel die CSU bei der Bundestagswahl im September auf 38,8 Prozent.

An dem Treffen nahmen aber nicht Vertreter aller neun Kreisverbände teil, unter anderem war auch der Vorsitzende des 9. Kreisverbandes München-Ost, Vize-Generalsekretär Markus Blume, nicht anwesend. Blume steht weiterhin loyal hinter Seehofer. Am kommenden Montag will sich der Bezirksvorstand der Münchner CSU zur offiziellen Sitzung treffen. Dabei dürfte es dann erneut um die internen Querelen gehen.

 

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