Nach Kritik des FCK 1860 - Polizei-Einsatz beim Spiel gegen Lautern: LKA ermittelt

Das linke der beiden Rettungstore vor dem Gästeblock wurde nach der Partie geöffnet. Polizisten drangen daraufhin in die Kurve ein und stellten sich den Lautern-Fans gegenüber. Foto: bl

Fans aus Kaiserslautern sollen laut den Beamten bei dem Spiel gegen den TSV 1860 im Grünwalder Stadion Straftaten begangen haben.

 

München - Der Polizeieinsatz im Grünwalder Stadion am Samstag letzte Woche sorgt weiter für Diskussionen. Fußballfans hatten das Eingreifen der Polizei als "unangemessen" kritisiert.

Die Vereinsführung des 1. FC Kaiserslautern sprach in einer Mitteilung von "unverhältnismäßigen Reaktionen der bayerischen Polizei", ein solcher Einsatz sei "nicht gerechtfertigt" gewesen.

Becherwürfe und Tritte im Gästeblock

Für die Münchner Löwen endete die Begegnung in der Dritten Liga mit einem klaren 3:1. Mannschaft und Fans wollten gerade ihren Sieg feiern, als es auf den Rängen plötzlich rund ging. "Eine Gruppe innerhalb des Gästeblocks ist negativ aufgefallen", betonte am Freitag Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Dieses "Problemklientel" habe Straftaten begangen, so Martins. Unter anderem wurden Polizisten mit Bierbechern beworfen, ein Anhänger des 1. FCK habe einen Polizisten getreten. Der Verdächtige wurde festgenommen, gegen ihn wird wegen Körperverletzung ermittelt. Nach Abpfiff der Begegnung am letzten Samstag "herrschte aufgrund des sportlichen Misserfolgs im Gästeblock eine sehr aufgeheizte Stimmung", so die Polizei.

Einige Anhänger des 1. FC Kaiserslautern kletterten auf den Zaun und es kam zu Becherwürfen gegen die eigene Mannschaft. Zeitgleich, so die Polizei, wurde durch die Gästefans ein Rettungstor zum Spielfeld aufgedrückt. "Um einen Platzsturm zu verhindern," zogen Polizeibeamte eine Kette. Hierbei seien die Beamten von Fans des 1. FCK mit Bierbechern beworfen worden.

Einsatz bei 1860-Spiel: LKA wertet Videos aus

Der 1. FCK widerspricht dieser Darstellung. Als Polizisten in den Block gingen und Fans schlugen, sei das Tor bereits wieder geschlossen gewesen. Der Einsatz werde wie üblich "nachbereitet", sagte ein Sprecher der Polizei. Dies sei noch nicht abschließend geschehen. "Zur objektiven Prüfung möglicher Tatbestände" sei der Vorgang an das Bayerische Landeskriminalamt abgegeben worden, so ein Sprecher des Präsidiums. Videos, die Fans an die Polizei schickten, werden beim LKA ausgewertet. Zudem gibt es Videos aus Überwachungskameras im Stadion.

 

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