Nach Insolvenz Obike: Münchner SPD fordert Radl-Ramadama

In München sind die Räder auch an schwer zugänglichen Orten zu finden. Foto: dpa

Was passiert mit den tausenden Fahrrädern, die die Firma Obike aus Singapur in München zurückgelassen hat? Die SPD fordert: Einsammeln.

München - Die Firma Obike gibt es nicht mehr. Der Leihrad-Anbieter aus Singapur hat Insolvenz angemeldet. Was es allerdings immer noch gibt, sind tausende Fahrräder, die Obike in vielen großen Städten zurückgelassen hat. So auch in München.

Wie viele es sind, weiß niemand genau. Obike ging mit 7.000 Rädern in der Landeshauptstadt an den Start, versprach aber bald die Zahl zu reduzieren. Ob das wirklich passiert ist, ist ungewiss.

Obike in München: SPD ärgert sich über die Radl

Das ärgert auch die Stadtrats-SPD. Deren Fraktionsvorsitzender Alexander Reissl findet: „Das verstellt unnötig Abstellplätze und verschandelt darüber hinaus das Stadtbild, denn die Radl sind ja längst nicht nur sauber abgestellt, sondern liegen teils in Grünanlagen, am Straßenrand oder sogar in Bächen.“ Seiner Meinung nach muss die Stadt handeln.

Deswegen hat die SPD nun einen Antrag an Oberbürgermeister Dieter Reiter gestellt, in dem die Partei fordert, die Räder von der Stadt einsammeln und lagern zu lassen. „Noch funktionierende Räder können später an soziale Einrichtungen abgegeben werden“, heißt es in dem Antrag.

Auch die Münchner sollen helfen

Damit der Radl-Ramadama erfolgreich ist, setzt  die SPD auch auf die Unterstützung der Bürger. „Wir hoffen, dass auch die Münchner ein wenig mithelfen und Radl, die an nicht einsehbaren Stellen liegen, an sichtbare Orte stellen, damit die Verwaltung diese einsammeln kann“, so Reissl.

 

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