Nach Familiendrama Bayern-Star Vidal bleibt - und kann spielen

Schock für Arturo Vidal vom FC Bayern: Der Partner seiner Schwester Ámbar Scarlett Vidal ist in Santiago de Chile in seinem Auto erschossen worden. Foto: sampics/Augenklick

Arturo Vidal wird nach dem Familiendrama in seiner Heimat nicht nach Chile reisen - und in München bleiben. Dies teilte der FC Bayern am Montag mit. Einem Einsatz im Pokal-Halbfinale gegen Dortmund steht damit nichts im Wege.

 

München - Arturo Vidal hat sich entschieden, in München zu bleiben - trotz des Familiendramas in seiner Heimat Chile. Das bestätigte der FC Bayern. Der Mittelfeldspieler steht dem deutschen Rekordmeister damit am Mittwoch (20:45 Uhr, im AZ-Liveticker) im Pokal-Halfinale gegen Borussia Dortmund zur Verfügung.

Vidal trainierte am Montag normal mit der Mannschaft, nachdem die Klubverantwortlichen es dem 29-Jährigen offenbar freigestellt hatten, ob er nach Chile reisen will.

Der Partner seiner Schwester Ámbar Scarlett Vidal war am Wochenende in Santiago de Chile in seinem Auto erschossen worden. Wie das Portal La Cuarta berichtete, wurde der 30-Jährige im Stadtviertel San Joaquín mit sechs Schüssen getötet.

Im Krankenhaus gestorben

Laut Zeugen konnte er noch das Auto verlassen, schrie um Hilfe, bevor er zusammenbrach und anschließend im Hospital Barros Luco verstarb. Er soll mit Ámbar Vidal zwei Kinder haben, das Portal "La Tercera" berichtete aber, dass sie zuletzt kein Paar mehr gewesen seien.

In der Vergangenheit soll sie ihn schon einmal wegen häuslicher Gewalt angezeigt haben. Bei der Schilderung der Tat gab es unterschiedliche Angaben, Nachbarn wollen gesehen haben, dass Ámbar Vidal (27) sogar mit im Auto saß, sie wohnt in der Nähe. Dafür gab es zunächst keine Bestätigung der Behörden.

Im Krankenhaus habe die Schwester des chilenischen Nationalspielers Vidal am Samstagnachmittag (Ortszeit) den Toten identifiziert und gesagt, sie verbinde "eine Freundschaft mit dieser Person".

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