Nach dem Wahldebakel Die Münchner SPD sucht nach den Gründen

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Eine Analyse soll her: Nach dem Debakel zur Stadtratswahl am 16.März sucht die Partei Schuldige. Jeder schiebt es auf andere.

 

München - „Mein Kopf sitzt ziemlich fest“, stellte Ulrich Pfaffmann fest, als er als Chef der Münchner SPD am Montagabend aus einem Krisenrat seiner Partei kam. Rund 300 Genossen waren zum Parteirat gekommen, um vor allem über die verlorene Stadtratswahl stundenlang zu debattieren. Eine Landtagsabgeordnete hatte den Rücktritt des gesamten Vorstands gefordert, war damit aber allein geblieben.

Dennoch hagelte es aus allen Richtungen Kritik. „Eher hilflos wurde über Konsequenzen aus dem Wahldebakel gesprochen“, befindet ein Teilnehmer. Dafür wurden erwartungsgemäß drei Arbeitsgruppen gegründet, die bis zum Sommer eine Analyse erstellen sollen und Ursachenforschung betreiben. „Es ist entscheidend, dass wir jetzt Lösungsansätze finden“, sagt Pfaffmann. Das Kernproblem sei: „Wie erreichen wir die Herzen der Münchner? Wir haben die richtigen Themen, wir müssen sie aber auch an die Menschen bringen.“

Wer war schuld? Da schob es der eine auf den anderen, und viele machen dafür den Vorsitzenden Pfaffmann verantwortlich, andere jene, die sich zu wenig engagiert haben.

Wie die Bündnisgespräche im Rathaus weitergehen: Mehr dazu in der Abendzeitung.

 

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