Nach dem Amoklauf in München McDonald's am OEZ: Nach elf Wochen wieder geöffnet

Nichts soll an den Tatort erinnern: Nach dem Amoklauf im Juli wurde der McDonald's am OEZ umgebaut. Foto: dpa

Nach dem Amoklauf am OEZ im Juli mit neun Mordopfern essen hier erstmals wieder Gäste Burger und Pommes

 

München – Elf Wochen und zwei Tage nach dem Amoklauf in München hat am Sonntag die McDonald’s-Filiale am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) wieder eröffnet. Die Neueröffnung fand ohne Vorankündigung und ohne Feierlichkeiten statt. Nichts erinnert in dem umgebauten Schnellrestaurant an den Amoklauf vom 22. Juli.

Bereits am ersten Tag kamen viele frühere Stammgäste, darunter viele Jugendliche sowie Familien mit Kindern. „Wenn man es nicht wüsste, würde man nicht merken, was hier geschehen ist“, sagte Besucher Andreas Wagner (21) zur AZ. Er arbeitet im OEZ und erlebte den Amoklauf mit. „Es ist gut, dass der McDonald’s nun wieder offen ist. Er ist besser als der direkt im OEZ.“

Fünf Jugendliche hatte Ali David S. (18) in dem Schnellrestaurant an der Hanauer Straße erschossen. Insgesamt tötete der Deutsch-Iraner neun Menschen und sich selbst.

Die Filiale wurde in der Zwischenzeit modernisiert, die Eingangstür verlegt. Handy-Videos hatten Ali David S. gezeigt, wie er aus der Tür trat und auf Menschen schoss.

In Moosach sprach sich gestern schnell herum, dass das Restaurant wieder geöffnet hat. Das Personal (50 Mitarbeiter) besteht aus Männern und Frauen, die früher hier gearbeitet haben und aus neuen Mitarbeitern, sagte ein Sprecher. „Die psychologische Betreuung für sie besteht solange weiter, wie Bedarf ist.“

 

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