Nach Anwohner-Protesten München: Streit im Stadtrat um Oskar-von-Miller-Baustelle

Eng wird’s: Hier an der Sturystraße am Oskar-von-Miller-Gymnasium sollen die Baustellen-Lkw durchfahren. Foto: Daniel von Loeper

Um den Umbau des Oskar-von-Miller-Gymnasium ist ein erbitterter Streit entbrannt. Die FDP möchte den Zulieferverkehr über die Leopoldstraße leiten. Geht nicht, sagen andere.

 

München - So richtig sind die Umbauarbeiten am Oskar-von-Miller-Gymnasium und am Maximiliansgymnasium in Schwabing noch gar nicht losgegangen. Erst im Januar sollen die schweren Baumaschinen anrücken. Doch schon im Vorfeld gibt es im Viertel Ärger. Die beiden Gymnasien teilen sich einen Gebäudekomplex. Dieser liegt in einem Karree zwischen Siegfriedstraße, Sturystraße und Morawitzkystraße – allesamt eher schmale Sträßchen. Doch genau durch diese Straßen soll der Baustellenverkehr fließen.

Geplant sind 30 bis 120 Lkw-Fahrten am Tag – und das in den nächsten vier Jahren. Nach massiven Anwohnerprotesten hat sich auf Betreiben der FDP deshalb jetzt sogar der Stadtrat mit der Baustelle beschäftigt.

Ortsbegehung soll Klärung bringen

Er halte es für durchaus möglich, den Baustellenverkehr zur Leopoldstraße hin abzuleiten, erklärte FDP-Chef Michael Mattar. Man müsse die Baustelle halt nur so einrichten, dass die Lkw dort auch wenden könnten. Dann müssten sie nicht den Weg durch die kleinen Anwohnerstraßen nehmen.

Im Rest des Stadtrats sieht man das anders. Wer sich vor Ort auskenne, könne schnell erkennen, dass es zu den geplanten Baustellen-Zufahrten nicht wirklich eine Alternative gebe, sagte CSU-Stadtrat Thomas Schmid. Ob man für die Anwohner die Baustelle trotzdem etwas erträglicher gestalten kann, soll nun bei einer Ortsbesichtigung im Januar geklärt werden.

 

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