Münchner Flughafen Gericht: Olli Kahn muss 125.000 Euro zahlen

Muss zahlen: Oliver Kahn ging dem Zoll ins Netz Foto: dpa

Der Ex-Fußball-Profi bekommt eine satte Geldstrafe aufgebrummt, weil er Luxusklamotten aus Dubai von „Burberry“ bis „Dolce & Gabbana“ beim Zoll nicht deklariert hatte.

 

Landshut - Weil er am Münchner Flughafen bei der Ankunft aus Dubai den grünen statt den roten Ausgang benutzte, muss Ex-Bayern-Star Olli Kahn nach Medienberichten 125000 Euro zahlen. Er hatte demnach Luxusklamotten im Wert von über 6600 Euro im Gepäck, die er aber nicht deklarierte. Der Ex-Fußballer habe laut Zollbericht Poloshirts, T-Shirts, Pullover, Hemden, Hosen, Sakkos, eine Lederjacke und zwei Paar Manschettenknöpfe aus Dubai mitgebracht. Alles vom Feinsten – von „Burberry“ bis „Dolce & Gabbana“.

Damit ging er am 22. Februar 2010 durch den Ausgang mit der Aufschrift „Nichts zu verzollen“ – deshalb wird ihm versuchte Steuerhinterziehung vorgeworfen. In der Sache scheint Kahn durchaus einsichtig zu sein. Nur bei der Höhe der Geldstrafe nicht. Ursprünglich sei diese im Strafbefehl auf 7000 Euro festgelegt worden. Danach würde Olli Kahn pro Tag geschätzte 7000 Euro verdienen. Und hätte wegen des Delikts beim Zoll 50 Tagessätze zu zahlen – 350000 Euro. Viel zu viel, meinte Oliver Kahn. Deshalb wurde jetzt vor dem Amtsgericht Landshut über die Höhe der Strafe verhandelt. Allerdings ohne die Hauptperson – Kahn ließ sich vertreten.

Die Parteien hatten sich allerdings schon zuvor geeinigt: Auf einen Tagessatz von 2500 Euro. Mit anderen Worten: Kahn muss 125000 Euro zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung können Berufung einlegen.

 

6 Kommentare