München Zum letzten Mal normal: Der Start ins Wintersemester

Im Audimax der Lmu könnte es bald eng werden: 57000 Studenten starten ins Wintersemester Foto: dpa

57000 Studenten starten ins Wintersemester. Das ist eine Höchstmarke – und doch nur ein kleiner Vorgeschmack aufs kommende Jahr: Da kommen doppelt so viele Abiturienten.

 

MÜNCHEN Das Wintersemester in Bayern beginnt mit einem Rekord: Knapp 57000 Studenten sind als Erstsemester an den Unis im Freistaat eingeschrieben. So viele junge Menschen haben noch nie zuvor im Wintersemester angefangen. Auch bei der Gesamtzahl der Studierenden zeichnet sich ein Rekord ab.

Die Zahl ist bislang noch eine Schätzung, genauere Statistiken wird es im Laufe der Woche geben. Aber schon jetzt steht fest: Der Ansturm auf die Universitäten in Bayern ist riesig. Für die meisten Studierenden beginnt am heutigen Montag das Wintersemester, an einigen Hochschulen läuft es bereits. Mit 56612 Erstsemestern haben die Unis eine Rekordzahl erreicht – doch das ist wahrscheinlich nichts im Vergleich zu dem, was die Hochschulen im kommenden Jahr erwartet.

Denn 2010 ist das Jahr, in dem zum letzten Mal alles normal abläuft. Im Wintersemester 2011 kommt auf die Unis ein noch viel größerer Ansturm zu: Dann wird der erste G8-Jahrgang fertig, bei dem die Schüler ihr Abitur schon nach 12 statt wie bisher üblich nach 13 Jahren Schule erhalten. Gleichzeitig schreiben aber auch die Schüler des letzten G9-Jahrgangs ihre Abschlussprüfungen.

Die Folge: Noch mehr Erstsemester als bisher. Für das Jahr 2011 rechnen Experten mit 76000 Studienanfängern, 2012 immer noch mit 72000. Bayerns Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch meint: „Es wird spannend.“ Die Unis stocken schon jetzt an Personal auf und bauen ihre Gebäude teilweise aus. Der Freistaat stellt eine Milliarde Euro zur Verfügung. Geplant sind 38000 neue Studienplätze und 3000 Planstellen. Die LMU will 2011 und 2012 je knapp 900 zusätzliche Studienplätze einrichten, die TU plant auch mit 900 zusätzlichen Plätzen für 2011.

Aber ob das reicht? Sogar Wissenschaftsminister Heubisch gibt zu: „An der einen oder anderen Stelle wird es Schwierigkeiten geben.“

 

0 Kommentare