München Streik der U-Bahn-Fahrer zum Oktoberfest unwahrscheinlich

Die Linie U3/U6 wird in den Osterferien komplett gesperrt Foto: Mike Schmalz

MÜNCHEN - Trotz anfänglich verhärteter Fronten bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der kommunalenVerkehrsbetriebe in Bayern kann ein Streik der U-Bahn-Fahrer beim Münchner Oktoberfest wahrscheinlich abgewendet werden.

 

„Es sieht soaus, dass die Fronten überbrückbar sind“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Riegler am Donnerstag der Nachrichtenagenturdpa. Die Verhandlungen für die 6500 kommunalen U-Bahn-, Straßenbahn-und Bus-Fahrer gehen an diesem Freitag in Nürnberg in die vierteRunde.

Eine Annäherung sei bei einem Spitzengespräch zwischen den beidenVerhandlungsführern am 30. Juli erzielt worden. „Danach sieht es soaus, dass wir bei der vierten Verhandlungsrunde zu einem Ergebniskommen könnten“, sagte der Verdi-Funktionär. Vom KommunalenArbeitgeberverband Bayern in München war zunächst keine Stellungnahmezu erhalten.

Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgeber waren am26. Juli vertagt worden, nachdem Verdi ein Angebot der Arbeitgeberals unbefriedigend zurückgewiesen hatte. Die kommunalen Arbeitgeberhatten eine lineare Erhöhung der Gehälter um 3,5 Prozent bei einerLaufzeit von zwei Jahren und eine Einmalzahlung von 120 Euroangeboten. „Das war für uns völlig unbefriedigend. Denn bei derArbeitszeit wollen die Arbeitgeber alles beim Alten lassen“, sagteRiegler. Die Gewerkschaft fordert neben einer Gehaltserhöhung vonfünf Prozent eine Verbesserung der Schichtzeiten.

dpa

 

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