Mordversuch in Bogenhausen Wegen Trennung: Promi-Zahnarzt will Frau erschießen

Zahnarzt schißt Frau in Bogenhausen in den Mund: Sandra W.(37) liegt im Krankenhaus. Klaus H. (65) sitzt in der Haftanstalt. Foto: API

Krise in der Beziehung eines millionenschweren Zahnarztes: Als sich seine Freundin (37) von ihm trennen will, dreht er durch, und schießt der Frau mit einer Pistole in den Mund.

 

München - Blutige Familientragödie im vornehmen Herzogpark. Weil ihn seine Freundin verlassen will, dreht ein prominenter Zahnarzt aus Bogenhausen in der Nacht auf Freitag durch. Klaus H. (65) schießt seiner knapp 30 Jahre jüngeren Partnerin in den Mund. Anschließend springt er vom Balkon seines Hauses.

In der Beziehung des millionenschweren Promi-Zahnarztes und der schönen Juristin kriselt es schon einige Zeit. Das Paar hat getrennte Schlafzimmer. Sandra W. (37) will sich von dem 65-Jährigen trennen. Freunde berichten, sie hätte bereits eine neue Wohnung gemietet, in die sie und ihre Tochter ziehen wollten. Angeblich gebe es im Leben der Juristin auch schon einen neuen Mann.

Klaus H. kämpft um seine Familie. Vor allem will er seine Tochter nicht verlieren. „Er liebt das Mädchen abgöttisch“, sagen Freunde.

Nachmittags holte er sie oft von der Schule ab. Im Sommer fuhren sie dann gemeinsam raus zum Starnberger See, wo der 65-Jährige ein Segelboot liegen hat.

Klaus H. will unbedingt mehr Zeit mit seiner Tochter verbringen. Deshalb arbeitet er nicht mehr so viel in seiner gut gehenden Zahnarztpraxis in der City. Nur noch drei Tage die Woche zieht er den Arztkittel an. Die übrige Zeit will er vor allem Vater sein und sich um seine Tochter kümmern.

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Die Beziehung zur Mutter der Kleinen wird dagegen immer schlechter. Es gibt öfter Streit. Vor etwa drei Monaten eskaliert der Konflikt. Das Paar schläft seitdem in getrennten Zimmern.

Zuletzt stellt Klaus H. offenbar ein Ultimatum. Er will eine Entscheidung. Am Donnerstagabend drängt er auf eine Aussprache. Nachbarn berichten von einem heftigen, lautstarken Streit.

Sandra W. zieht sich kurz vor Mitternacht in ihr Zimmer zurück. Sie liegt bereits im Bett, als Klaus H. angeblich ziemlich angetrunken den Raum betritt.

Der 65-Jährige ist bewaffnet. Er hat eine Pistole in der Hand, eine Browning, Kaliber 6,35. Aus nächster Nähe schießt er seiner Freundin ins Gesicht. Er steckt ihr den Lauf in den Mund und drückt ab.

Es knallt, Blut spritzt. Das Projektil bleibt im Bereich des Unterkiefers nahe der Wirbelsäule stecken. Schwer verletzt schafft es Sandra W., die Polizei zu rufen. Mit letzter Kraft kümmert sie sich sogar noch darum, dass ihre Tochter versorgt wird.

In der Zwischenzeit rennt Klaus W. aus dem Zimmer hoch in den zweiten Stock. Auf dem Balkon hantiert er mit der Pistole herum, es fällt ein zweiter Schuss.

Das Projektil trifft den Porsche Cayenne, der unten etwa 15 Meter entfernt auf der Straße parkt, und durchschlägt die Windschutzscheibe.

Zur selben Zeit rasen mehrere Streifenwagen zum Tatort. Auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) ist alarmiert. Niemand weiß, wozu der Mann noch fähig ist.

Klaus H. will seinem Leben jetzt offenbar ein Ende setzen. Er klettert über das Balkongeländer und stürzt sich in die Tiefe. Als die ersten Polizisten eintreffen, liegt er verletzt im Garten. Beim Aufprall hat er sich den Arm gebrochen.

Klaus H. wird in eine Klinik gebracht. Danach wird er in die Haftanstalt überstellt. „Wir ermitteln gegen ihn wegen versuchten Mordes“, sagt Herbert Linder, stellvertretender Chef der Mordkommission.

Sandra W. liegt derweil auf der Intensivstation einer Münchner Klinik. Bis Redaktionsschluss dauerte die OP noch an. Ein komplizierter Eingriff, den nur Spezialisten durchführen können, um das Projektil im Genick zu entfernen.

 

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