Moosach Das Döner-Drama von Moosach

Das ist Habib. Sein Imbiss soll abgerissen werden. Er fürchtet um seine Existenz. Foto: Martha Schlüter

Ein alteingesessener Imbiss muss der Abrissbirne weichen. 5000 Münchner unterstützen den Besitzer.

 

Moosach Döner gegen Bagger. Imbissbesitzer Habib Ur Rahman sollte schon lange das alte Bahnhofsgelände verlassen haben. Doch er will bleiben, bis die Abrissbirne kommt.

„Ich kämpfe gerade ums Überleben“, sagt der 50-jährige Habib Ur Rahman. Seit 1989 verkauft er am Moosacher Bahnhof Döner und Händl, die weit über den Bezirk hinaus bekannt und beliebt sind.

Doch bald wird es den Imbissstand nicht mehr geben. Denn auf dem Gelände werden ein Einkaufscenter und ein Hotel gebaut. Für Habibs Imbiss wird da bald kein Platz mehr sein.

Seit Monaten ist der Imbissbesitzer auf der Suche nach einem neuen Laden. „Zwischen 10 und 20 Quadratmeter müsste er sein und Strom- und Wasseranschlüsse haben. Mehr brauche ich nicht“, sagt der 50-jährige.

Bisher war seine Suche erfolglos. Und seine Existenzängste werden immer größer. „Ich muss doch meinen Sohn versorgen.“

5000 Kunden haben für den Verbleib der Imbissbude unterschrieben. Doch aus dem Rathaus sei keine Reaktion darauf gekommen.

Auch im Moosacher Bezirksausschuss wurde dieses Problem schon mehrmals diskutiert, aber keine Lösung gefunden.

Richter Alexander Dietrich von der CSU wird am kommenden Montag gemeinsam mit Stadtrat Josef Schmid Habib Ur Rahman an seinem Imbissstand besuchen. Sie versuchen, eine Lösung zu finden und wollen die Gegend nach einem geeigneten neuen Standplatz erkunden.

„Dem Bezirksausschuss bleibt nur nochmals die Bürger zu bitten, sich zu melden, wenn sie einen Laden für Habib Ur Rahman haben“, so die Vorsitzende Johanna Salzhuber von der SPD. Denn der Bau am alten Bahnhofsgelände ist mit der Baumfällung schon angelaufen.

Und bald werden die Bagger anrollen.

 

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