Mongolisches Barbecue Das Mongo's in der Altstadt: Pappsattessen am Zebra

Im Mongo’s sitzt es sich gut – auch draußen. Foto: Sven Geißelhardt

Im Mongo’s können ungewöhnliche Tiere probiert werden, aber auch Vegetarier werden glücklich.

 

München - Wenn es darum geht, den ganzen Abend einen Teller nach dem anderen zu essen, kommt für mich nur das Mongo’s in Frage. Hier wird Völlerei in Form von mongolischem Barbecue auf ein neues Level gehoben. Obwohl die traditionelle mongolische Küche sehr fleischlastig ist, werde ich auch als Pescetarier pappsatt.

"All you can eat" von Fisch bis Zebra

Auf dem Foodmarket-Buffet, kann man aus 18 Gemüsesorten, neun Fleisch- und Fischsorten und zehn Soßen Gerichte zusammenstellen. Für mich kommt nur das "all you can eat"-Angebot (26,50 Euro) in Frage.

Als Appetit-Anreger gibt es eine kleine Suppe. Da ist nicht viel drin, damit man später so richtig reinhauen kann. Bevor es zur Zusammenstellung des Hauptganges – oder besser der Hauptgänge – geht, informiert das Service-Personal über die Soßen: Die Malay-Satay-Soße passt zu hellem Fleisch, während die Mongo’s Ocean besser für Fisch geeignet ist.

Mein Favorit unter den hausgemachten Soßen ist Mango-Maracuja. In Kombination mit Fisch, Garnelen und Gemüse wie Zucchini, Lotusblütenwurzel, Pak Choi und Sojasprossen wird diese Portion zum Sommergenuss. Fleischesser kommen im "Mongo’s" natürlich auch auf ihre Kosten. Neben Klassikern wird auch Exotisches wie Zebra, Lama, Känguru und Krokodil angeboten.

Soßen für alle Geschmäcker

Wenn eine Portion zusammengestellt ist, wird die Schüssel beim Koch abgegeben, der das Essen mit der Soße auf dem Herd gart. Diese Zubereitungsart stammt ursprünglich von den mongolischen Kriegern und Nomaden, die ihr Essen unkompliziert auf den Schilden über dem offenen Feuer garten. Wer sich durch das Angebot probieren möchte, sollte sich kleine und dafür mehrere Portionen zusammenstellen.

Für Freunde des scharfen Geschmacks gibt es eine Soße, die wegen ihres Schärfegrades nicht auf der Speisekarte steht und nur durch Nachfrage serviert wird – die "Bombe". Dieser einprägsame Name kommt auch nicht von ungefähr und wird auch von mir regelmäßig unterschätzt. Bei den ersten Bissen ist lediglich ein kleines Brennen zu spüren, bis die "Bombe" zündet und die Geschmacksnerven sprengt.

Hausgemachte Cocktails und Sommerspezial

Gelöscht werden kann der Brand durch einen hausgemachten Cocktail. Im Mongo’s Absolutely Mango (7,90 Euro) oder Mongo’s Passion Fruit (8,90 Euro) werden frische Früchte verarbeitet. Der Erdbeer-Basilikum-Mojito" (8,50 Euro) gehört zu den besten Cocktails, die ich je getrunken habe. Wer lieber auf Alkohol verzichten will, sollte eine hausgemachte Mongonade (4,70 Euro) probieren.

Im Juni und Juli bietet das Mongo’s ein Sommerspezial an. Für 26,50 Euro gibt es einen Vorspeisenteller, eine Suppe, das "Mongo’s Total" und eine Dessertplatte. Schade ist, dass keine Insekten mehr angeboten werden können. Im Gegensatz zu anderen Städten gibt es in München für das Servieren von Insekten zu hohe Auflagen.


Oberanger 28, täglich 17 bis 24 Uhr. Telefonnummer: 232 25 800.

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