Mit "Jugend-Mannschaft" keine Chance? Um Bayern anzugreifen: Das rät Hoeneß Mateschitz

, aktualisiert am 30.01.2018 - 15:42 Uhr
Uli Hoeneß sieht den FC Bayern nicht auf Dauer an der Spitze der Bundesliga. Foto: Andreas Gebert/dpa

Auf dem Sportbusiness-Kongress "Spobis" in Düsseldorf spricht Uli Hoeneß über die Trainerfrage beim FC Bayern München, die härtesten Ligarivalen und die Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga. 

 

München - Uli Hoeneß lässt mal wieder mit Aussagen zum Verbleib von Jupp Heynckes aufhorchen. Auf dem Branchenkongress "Spobis" spricht er aber auch über die Konkurrenz aus Dortmund und Leipzig und die Lage der Bundesliga im internationalen Vergleich.

Uli Hoeneß über...

...die Trainerfrage beim FC Bayern: "Die Chancen, dass Jupp bleibt, liegen bei zehn Prozent. Ich hoffe, ihn davon überzeugen zu können, noch ein Jahr zu bleiben. Wir versuchen, ihm zu vermitteln, dass seine Mission bei den Bayern noch nicht zu Ende ist".

...Neuzugang Leon Goretzka vom FC Schalke 04: "Bis heute habe ich Leon Goretzka nicht gesehen. Aber ich war informiert, was der Vorstand macht. Das ist der Idealfall."

...weitere Bayern-Transfers im Winter: "Wir haben nix zu tun und fühlen uns mit dem Kader wunderbar."

...die Dominanz der Premiere League: "Was dort passiert, ist, dass sie viel mehr Geld haben. Das wird nicht ewig anhalten. Ich glaube nicht, dass die TV-Verhandlungen in England so weiterlaufen wie jetzt. Wenn keine völlige Revolution kommt mit Apple oder Google, werden British Telecom und Sky nicht mehr das bieten, was sie jetzt bezahlen. Dann geht das ganze Spiel wieder von vorne los."

... die Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga: "Wir diskutieren immer über Momentaufnahmen, wir müssen das Ganze über einen längeren Blickwinkel sehen. Die Bundesliga steht gut da, die meisten Vereine schreiben schwarze Zahlen, aber sie muss sportlich besser werden. Wir müssen den Fans zeigen, dass sich da was tut, auch im Nachwuchsbereich. Es geht nicht immer, nur zu sagen: Wir holen mit viel Geld den Nächsten, und dann noch einen." 

Stichelei gegen den BVB

...die Affäre Aubameyang: "Das ist für den Fußball nicht gut. Wir würden den Spieler fragen: Kannst du lesen, wie lange dein Vertrag läuft? Und dann wäre Ende der Diskussion. Haben Sie schon mal gelesen, dass ein Spieler dem FC Bayern auf der Nase herumtanzt?"

...die Dominanz des FC Bayern: "Es wird nicht auf alle Zeit so sein, dass der FC Bayern da oben ist. Es gibt immer Möglichkeiten, ranzukommen. Es ist noch nicht lange her, dass uns Red Bull Leipzig auf der Pelle saß oder Dortmund fünf Punkte vor uns war."

...RB Leipzig: "Ich habe Dietrich Mateschitz gesagt, er müsste mal ein paar Millionen aus der Formel 1 in Leipzig stecken, dann könnten sie uns angreifen. Aber sie wollen dabei bleiben, nur Spieler bis 23 zu holen. Da habe ich gesagt: Mit der Jugend-Mannschaft werdet ihr uns nicht packen."

...Wladimir Putins Krim-Invasion: "Ich bin nicht der Meinung, dass nur die Russen daran schuld waren, dass diese Krim-Geschichte passiert ist."

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