Millionen-Investition Neue Tram für den Münchner Osten

Zehntausende Münchner fahren täglich mit der Trambahn. Aber wie viele der Züge sind neu, und welche sind veraltet? Das will der Bezirksausschuss Neuhausen-Nymphenburg genauer wissen. Foto: Gregor Feindt

Ab 2014 soll die Trasse nach Steinhausen gebaut werden. Kosten: bis zu 12,5 Millionen

 

München - Im Osten was Neues: München soll eine neue Trambahnlinie bekommen. Dafür hat der Planungsausschuss des Stadtrats gestern die Weichen gestellt.

Vom Max-Weber-Platz sollen Fahrgäste in Zukunft über den den Vogelweideplatz bis zur Hultschiner Straße fahren können. Und umgekehrt. Dort in Steinhausen hat der Süddeutsche Verlag sein Hochhaus gebaut. 2,7 Kilometer ist die gesamte Strecke lang. Wovon praktischerweise bloß noch 1,3 Kilometer neu gebaut werden müssen. Die restliche Route gibt es schon: als Aus- und Einrücktrasse vom und zum Betriebshof.


Auch das macht die Pläne für die MVG so interessant. Denn so kann sie für die Neubaustrecke vergleichsweise günstige neun bis 12,5 Millionen Euro veranschlagen. Der Zeithorizont: 2014 oder 2015 wird voraussichtlich mit dem Bau begonnen werden.


„Die Planung hängt ursächlich zusammen mit der Bebauung am Vogelweideplatz“, erklärte MVG-Chef Herbert König im Stadtrat. Dort sollen vier Hochhäuser mit einer Höhe von bis zu 83 Metern geschaffen werden. Hochhäuser, in denen viele Menschen arbeiten werden. Über die Truderinger Straße geht’s weiter zum S-Bahnhof Berg am Laim. Fahrzeit: acht Minuten.


Eine Anregung von CSU-Stadtrat Georg Kronawitter fand keine Mehrheit. Er hatte vorgeschlagen, dass der Einsatz von Zügen geprüft werden soll, die in beide Richtungen fahren können. So spart man sich die Fläche für Wendeschleifen. MVG-Chef König erwiderte: „Das wäre betriebswirtschaftlich unsinnig.“ Bislang werden solche Trams in München nicht eingesetzt.

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