Mild-Hybrid im Test Volvo XC60 B5: Mittelklasse, aber nicht Mittelmaß

Schick geformt: die Seitenansicht mit der ansteigenden Fensterlinie. Foto: Rudolf Huber

Volvo hat die Rundum-Elektrifizierung seiner Modellpalette versprochen. Und dieses Versprechen setzen die Schweden konsequent um - etwa mit dem XC60 B5 Mild-Hybrid.

München
- In der Mitte liegt die Kraft: Der Mittelklasse-Volvo XC60 ist das beliebteste Modell der Schweden in Deutschland. Ganz klar deshalb, weil das SUV nicht Mittelmaß bietet, sondern eine doch recht ideale Schnittmenge in Sachen Platzangebot, Preise, Verbrauch und Ausstattung. Anders ausgedrückt: Mehr braucht man eigentlich nicht als Autofahrer.

 

 

Unser Testwagen bringt das auf den Punkt. Der Volvo XC60 B5 Benzin AWD R-Design, so sein kompletter Tauf- und Familienname, bietet auf 4,69 Meter Länge ordentlich, aber nicht üppig Platz, ist innendrin skandinavisch schick eingerichtet und weist natürlich das aktuelle Volvo-Bedienkonzept mit hochkant stehendem Touchscreen auf. Das ist erlernbar, aber nicht auf Anhieb selbsterklärend. Wer oft Volvo fährt, wird damit keine Probleme haben.

 

Volvo XC60 B5 Mild-Hybrid: Mehr Optionen, höherer Preis

 

Zu den feinen Materialien und dem eher kühlen-eleganten Innenraum-Flair gesellen sich noch eine sehr wertige Verarbeitung und ein mindestens 483 Liter großer Kofferraum. Letzterer ist nicht rekordverdächtig, aber alltagstauglich.

 

Dass Volvo Deutschland dem Testobjekt auch noch eine feine Harman/Kardon-Anlage spendiert hat, haben die Ohren der Testfahrer mit Freude zur Kenntnis genommen. Und dass auch noch so ziemlich alles an Komfortzutaten und Assistenzsystemen installiert war, was die Schweden derzeit zu bieten haben, fiel ebenso positiv auf. Außer beim Preis, der durch den tiefen Griff in die Options-Kiste von 57.666,50 Euro auf muntere 76.406,90 Euro stieg.

Munterer Volvo XC60 B5 Mild-Hybrid: Kein Sparkünstler

 

Apropos munter. Dieses Adjektiv passt auch zum Antrieb, dem Zweiliter-Benziner mit Turbo- und Mildhybrid-Unterstützung. Letztere sorgt für niedrigeren Verbrauch und mehr Schub aus der Drehzahlkeller.

 

Gerade beim Losfahren steht die Zusatzpower spontan parat, was etwa beim Einfädeln auf der Autobahn dankend registriert wird. Ansonsten glänzt der Antrieb durch gute Manieren, einen ordentlichen Wumms (0 bis 100 km/h in 6,9 Sekunden, Spitze 220, ab Modelljahr 2021 180 km/h) und einen praxisnahen WLTP-Normverbrauch von 8,5 Liter je 100 Kilometer. Im Test legte der XC60 noch einen guten Liter drauf. Ein Sparkünstler ist er also definitiv nicht, was aber angesichts eines Leergewichts von gut 1,9 Tonnen und wegen des Allradantriebs nicht zu erwarten war.

Volvo XC60 B5 Mild-Hybrid: Gut verarbeitet, hoher Sicherheitsstandard
 

Fazit: Der XC60 ist völlig zu Recht so erfolgreich, denn er bietet bis auf einen Tick weniger Platz rundum fast alles, was der wesentlich größere XC90 auch drauf hat. Sein Format macht ihn aber praktischer einsetzbar, speziell in der Stadt.

 

Und er lockt mit seinen typischen Volvo-Eigenschaften wie der guten Verarbeitung und dem hohen Sicherheitsstandard. Ein zum Auto passendes Bankkonto setzen wir jetzt einfach mal voraus...

 

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