Metal mit Regenbogenflagge Rammstein in Russland: Bandmitglieder küssen sich auf der Bühne

Rammstein sind bekannt für ihre feurige Show - und für politische Statements. Foto: Axel Heimken/dpa

Nachdem Rammstein in Polen die Regenbogenflagge im Publikum gehisst hatten, haben die Rocker in Moskau eine erneute Botschaft an die LGBT-Bewegung (Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender) gesendet. Gitarrist Paul Landers hat seinen Band-Kollegen Richard Kruspe auf der Bühne geküsst.

 

Im Rahmen ihrer "Europe Stadion Tour" setzen Rammstein fortwährend politische Statements. Vor 81.000 Menschen küssen sich während des Konzerts die beiden Band-Mitglieder Paul Landers und Richard Kruspe im Moskauer Luschniki-Stadion. Rammstein zeigt damit öffentlich Haltung: Ein wichtiges Signal für Rechte von Schwulen und Lesben.

Rammstein: Kuss auf der Bühne in Moskau

Zufall? Wohl eher kaum. Der Kuss vor russischem Publikum war geplant. Homosexualität ist in Russland gesellschaftlich überwiegend tabuisiert. Putins Regierung diskriminiert und foltert quer Denkende und Lebende. Seit 2013 muss in Russland, per Gesetz, gegenüber Minderjährigen über Homosexualität geschwiegen werden.

Regenbogenflagge in Polen: Rammstein unterstützt Homosexuelle

Zuvor hatten Rammstein im konservativen Polen Homosexuelle unterstützt und die Pride-Flagge in ihre Show eingebaut. Schlagzeuger Christoph Schneider schwenkte eine riesige Regenbogenfahne, während er im Schlauchboot durchs Publikum getragen wurde. Eine unmissverständliche Geste für die LGBTQ-Gemeinde, deren Mitglieder am 20. Juli bei der Demo in der Stadt Białystok mit Steinen und Flaschen angegriffen und mit Urin bespritzt wurden.

 

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