Meisterkapitän des TSV 1860 Löwen-Legende Peter Grosser: "Muss eine Lanze für Hasan Ismaik brechen"

Mehrheitseigner der Löwen: Hasan Ismaik. Foto: imago/Sven Simon

Meister-Löwe Peter Grosser spricht sich bei einer Debatte für Investor Hasan Ismaik aus. Die e.V.-Seite des TSV 1860 kritisiert der ehemalige Kapitän scharf.

 

München - Klare Worte vom Meister-Löwe: Peter Grosser hat bei einer Diskussionsrunde des Portals "dieblaue24" Investor Hasan Ismaik verteidigt und der Vereinsführung des TSV 1860 fußballerische Kompetenz abgesprochen.

Grosser: "Ismaik hat immer bezahlt"

“Jetzt muss ich eine Lanze für Hasan Ismaik brechen”, sagte der 80-Jährige bei einer Debatte im Grünwalder Stadion: “Er hat sich in den ersten drei Jahren zu 100 Prozent zurückgehalten - und das obwohl der Verein jedes Jahr das Budget um sechs oder sieben Millionen überzogen hatte und sind dann zum Ismaik zum Betteln: ‘Wir brauchen sechs Millionen - sonst bekommen wir die Lizenz nicht.’ Ismaik hat immer bezahlt - und die Mannschaft ist immer schlechter geworden. Und dann hat er versucht, selbst einzugreifen.”

Grosser, der Kapitän der Sechzig-Mannschaft, die 1966 die Deutsche Meisterschaft gewann, kritisierte indes die Führungsriege des zweiten Gesellschafters der KGaA deutlich - den e.V..

Grosser: "Hätten wir gute Leute gehabt..."

“Hätten wir gute Leute gehabt, würden wir heute nicht über die Dritte Liga reden, sondern über die Bundesliga. Wenn man sieht, dass Darmstadt mit sehr wenig Geld aufgestiegen ist, dann müsste das mit 1860 auch möglich sein. Ismaiks größter Fehler war, dass er an falsche Berater gekommen ist beziehungsweise auf sie reingefallen ist", meinte der einstige Löwen-Spieler: "Ismaik hat es immer gut gemeint mit 1860. Ich hätte auch da den Verein in der Pflicht gesehen. 1860 hat keine Fußballkompetenz in den Gremien der e.V.-Seite. Daran hat sich bis heute nichts geändert."

Grosser ärgerte sich dem Bericht zufolge weiter darüber, dass bei der Mitgliederversammlung des TSV 1860 nur ein Präsidentschaftskandidat durch den Verwaltungsrat aufgestellt wird. Und die Satzung nicht per se mehrere Bewerber zulässt.

Grosser: Casting wie bei 'Deutschland sucht den Superstar'

"Als Peter Cassalette 2016 zum Präsidenten gewählt wurde, da gab es vorab sechs Bewerber”; sagte Grosser demnach: “Die sechs Bewerber mussten sich einem Casting unterziehen. Allein schon das Wort Casting. Das kann ich mir vorstellen bei ‘Deutschland sucht den Superstar’ oder ‘Germanys next topmodel’ - aber nicht für einen zukünftigen Präsidenten. Das ist allein schon eine Beleidigung."

Lesen Sie auch: Timo Gebhart nach Klagenfurt? Das sagt sein Berater

 

13 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading