Mein Pasing Pasing – das ist endlich daheim

Weg vom Trubel in der Stadt: Alexander Hennrich entspannt sich am Bach im Pasinger Stadtpark. Foto: Gregor Feindt

Mein Viertel - AZ-Serie Folge 20: AZ-Bürgerreporter Alexander Hennrich über die Vorteile von Einkaufszentren, ein Stück Natur und graue Tristesse.

 

Anfangs war ich kein großer Fan von Pasing, aber für mich hat sich der Stadtteil in den letzten Jahren zum Positiven entwickelt. Vor allem die Bahnhof-Renovierung und der Bau der Pasing Arcaden machen den Stadtteil jetzt noch belebter. Pasing ist sowieso eine Art eigene Stadt. Man bekommt alle notwendigen Sachen und mit den Arcaden gibt es jetzt auch ein paar gute Klamottenläden.
Ich wohne nun seit fünf Jahren hier, weil die Anbindung zur Uni Großhadern sehr gut ist. Dort studiere ich Pharmazie. Um den Kopf von der Uni frei zu bekommen, gehe ich im Stadtpark spazieren oder eine Runde joggen. Ein Stück Natur in der Stadt tut gut.

Auf dem Pasinger Viktualienmarkt, der Miniversion des Großen, bekomme ich immer frische Produkte aus der Heimat. Mit der Zeit lernt man auch die Verkäufer besser kennen. Das ist einfach persönlicher, als an der Supermarktkasse.

Einmal im Monat gehe ich in den Schweizer Hof zum Essen. Dort gibt es den besten Schweinsbraten mit urbayerischem Flair. Sobald das Wetter wieder wärmer wird, kann man auch draußen im Biergarten sitzen und seine Maß genießen.

Etwas trist finde ich den Pasinger Marienplatz - zu viel Beton. Auch der Gebäudekomplex herum, genannt Pappschachtel, ist nicht sehr schön anzusehen. Immerhin peppt die goldene Mariensäule in der Mitte des Platzes das Ganze noch auf. Was dagegen wirklich sehenswert ist, sind die schönen Villen nördlich des Bahnhofs.

Ich bin eigentlich nicht sehr religiös, trotzdem finde ich das bunte Mosaik-Gebilde über dem Eingang der Maria Schutz Kirche toll. Und nach einer langen Partynacht sieht man von der S-Bahn aus den Kirchturm. Dann weiß ich nach zwanzig Minuten Fahrt - jetzt bin ich endlich daheim.

 

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