Mehr Fußball Die Zusammengeworfenen: 16 Spieler für das Testländerspiel

Vor seinem achten Länderspiel: Der Ex-Löwe und Wolfsburger Marcel Schäfer (2. von links). Foto: dpa

FRANKFURT - Das musste Joachim Löw dann aber auch versprechen. Wer kommt, darf spielen. Alle 16 Spieler, die der Bundestrainer für das Testländerspiel am Mittwoch in Kopenhagen gegen Dänemark (20.30 Uhr, ZDF live) eingeladen hat, werden auch zum Einsatz kommen. Versprochen ist versprochen. Wäre ja noch schöner.

 

Sechs Wechsel sind vereinbart, nicht einmal die kann Löw im ersten Länderspiel nach der WM nun ausschöpfen. Dass Manuel Neuer, neben Jerome Boateng der einzige Spieler aus der Südafrika-Stammelf, in der Halbzeit für Tim Wiese im Tor Platz macht, gilt als ausgemachte Sache. Nur sieben von 23 WM-Teilnehmern sind im Kopenhagener Kompromiss-Kader, der Rest wie etwa die Bayern-Profis Butt, Badstuber, Lahm, Schweinsteiger, Müller und Klose darf sich beim Heimatverein für den Ligastart fit machen. Also musste Löw experimentieren wie noch nie: Die „zusammengeworfene Mannschaft“ (Teammanager Oliver Bierhoff) traf sich am Montagnachmittag in Frankfurt. Für manchen ist der Nationalelf-Ausflug nach Dänemark ein Blick in die Zukunft, etwa für Debütant Sascha Riether aus Wolfsburg oder Christian Träsch (Stuttgart, früher 1860), der wegen einer Verletzung kurzfristig auf die WM verzichten musste und erst zwei Länderspiele absolviert hat.

Für andere Spieler ist es ein Comeback, womöglich jedoch ein einmaliges Vergnügen: Wie für den Wolfsburger und Ex-Löwen Marcel Schäfer („Ich würde auch am 24. Dezember für Deutschland spielen“) etwa darf sich mal wieder beweisen, Leverkusens Patrick Helmes stürmen. Hannovers Christian Schulz kommt gar nach ganzen fünf Jahren mal wieder zum Einsatz.

Kapitän der B-Elf ist Thomas Hitzlsperger, jetzt bei West Ham United. Er hat 51 Länderspiele absolviert und war der Prominenteste auf der Südafrika-Streichliste. Ob das eine Entschädigung ist? ps

 

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