Mehr finanzielle Mittel München stärkt Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus

"Mit dem Beschluss setzen wir ein deutliches Zeichen für ein weltoffenes und demokratisches München sowie gegen jede Art von Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit", so Münchens OB Dieter Reiter (SPD). Foto: imago images / FAF

Die Stadt bewilligt zusätzlich 330.000 Euro für die Arbeit von Informations- und Beratungsstellen.

 

München - Für die Arbeit gegen Rechtsextremismus steht in München vom kommenden Jahr an deutlich mehr Geld zur Verfügung. Insgesamt 330.000 Euro sollen zusätzlich in den Bereich fließen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte.

Den mit 280.000 Euro größten Teil sollen die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus, die Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt und ein demokratiepädagogisches Bildungskollektiv erhalten. Der Rest fließe in einen Fonds.

Antisemitische Übergriffe in München nehmen zu

"Mit dem Beschluss setzen wir ein deutliches Zeichen für ein weltoffenes und demokratisches München sowie gegen jede Art von Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Mit der Mittelerhöhung steigt der Etat für die Zivilgesellschaft auf insgesamt 920.000 Euro, sagte ein Sprecher der Fachstelle für Demokratie.

In München hat es zuletzt mehrere antisemitische Übergriffe gegeben. Reiter drückt seine Solidarität mit den Betroffenen aus: "Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit wieder salonfähig werden, müssen wir als demokratische Stadtgesellschaft noch enger zusammenstehen. Wir alle sind aufgefordert, uns diesen menschenfeindlichen Tendenzen und Taten gemeinsam und entschlossen entgegenzustellen."

 

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