Mehr Biomüll in München Bioabfallkampagne Neuhausen: Erfolgversprechende Ergebnisse

Kommunalreferent Axel Markwardt wirbt um mehr Biomüll – und lässt in Neuhausen jetzt nicht nur braune Eimerchen verteilen, sondern auch Filter-Biotonnen, die nicht stinken. Foto: iko

Seit Juli läuft die Bioabfallkampagne des Abfallwirtschaftsbetriebs München (AWM) in Neuhausen - ein Zwischenfazit zeigt: Sie ist sehr erfolgreich!

 

München - Seit Beginn des Pilotprojektes, mit dem die Sammelmengen der Bioabfälle gesteigert werden sollen, hat der Inhalt der braunen Tonnen im Pilotgebiet um den Rotkreuzplatz um satte 100 Prozent zugenommen.

Ziel des Abfallwirtschaftsbetriebs ist es, dass immer mehr Müll recycelt und immer weniger Müll verbrannt wird. Dazu ist es notwendig, möglichst viel zu trennen, die recycelbaren Abfälle separat zu erfassen und anschließend zu verwerten.

Der AWM hatte Ende Juni das Projekt gestartet, um die Bioabfälle, die immer noch 30 Prozent des Münchner Restmülls ausmachen, gesondert einsammeln zu können. Zunächst begrenzt sich diese Aktion nur auf einen Stadtteil, um Erfahrungen über das Trennverhalten, die Qualität des Biomülls und die Verwertbarkeit zu erhalten.

Die Kampagne läuft unter dem Namen „Neuhausens wertvollste Sammlung“. Denn der Abfall hat einen großen Wert: In der Trockenfermentationsanlage entsteht aus Bananenschale, Kaffeesatz und Rasenschnitt Biogas und Strom. Insgesamt 1.600 Münchner Haushalte können jedes Jahr damit versorgt werden. Dadurch werden 375.000 Liter Heizöl ersetzt und so zirka 1.160 Tonnen C02 pro Jahr eingespart.

Die so genannten „Gärreste“, werden dann zu hochwertigem Kompost und nährstoffreichen Münchner Erden verarbeitet. Erhältlich sind die Münchner Erden an vielen Wertstoffhöfen und am Erdenwerk im Entsorgungspark Freimann.

Mittlerweile haben Mitarbeiter des AWM im Stadtteil Neuhausen alle Haushalte besucht und dort die Bürgerinnen und Bürger zur Bioabfallkampagne informiert. Die meisten freuten sich über den Besuch der Abfallberater und waren sehr daran interessiert, viel zum Thema Biomüll zu erfahren, den Restmüll zu reduzieren und gleichzeitig etwas für die Umwelt zu tun.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Pilotgebietes erhielten spezielle Beutel aus biologisch abbaubaren Werkstoffen (BAW) und kleine Behälter für die Küche, um das Einsammeln so komfortabel wie möglich zu machen.

„Hier müssen wir etwas nacharbeiten und die Bevölkerung noch besser informieren“, meint Sabine Schulz-Hammerl, die sich im Rahmen der Projektgruppe beim AWM um die Kommunikation mit der Bevölkerung kümmert. Denn oft befinden sich im Biomüll auch ganz normale Plastiktüten, die sich nicht zersetzen, oder Einkaufstüten aus BAW, die jedoch aufgrund ihrer Größe und Reißfestigkeit darauf ausgelegt sind, einen ganzen Einkauf zu transportieren und daher erst nach sehr langer Zeit kompostiert werden.

Städtische Mülllaster schalten den Öko-Gang ein

Der Abfallwirtschaftsbetrieb bittet daher alle Neuhausener, nur die verteilten BAW-Beutel bzw. die ausgegebenen Papierbeutel mit BAW-Beschichtung zu verwenden. Nachschub gibt es kostenlos am Wertstoffhof in der Arnulfstraße 290 gegen Vorlage des Personalausweises oder des Bürgerbriefes, den alle Haushalte im Pilotgebiet erhalten haben. Im November werden die Abfallberater des AWM wieder von Haus zu Haus gehen und kostenfrei neue Biobeutel verteilen.

Auch Glas oder Flaschen gehören nicht in die Biotonne, sondern in die Container an den Wertstoffinseln, die im gesamten Münchner Stadtgebiet verteilt sind. Für Fragen steht das Infocenter des AWM unter der Telefonnummer 2 33- 9 62 00 zur Verfügung. Weitere Infos stehen auch auf der Internetseite des AWM bereit.

 

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