Medizincheck absolviert FC Bayern: "Notlösung" Perisic? Kovac kontert mit Klartext-Ansage!

, aktualisiert am 12.08.2019 - 22:07 Uhr
Niko Kovac (m.) beim Interview mit ARD-Moderator Matthias Opdenhövel (l.) und Experte Thomas Broich. Foto: imago/eu-images

Ivan Perisic steht kurz vor einem Transfer zum FC Bayern. Medien und Experten bezeichnen den Kroaten mitunter als "Notlösung". Vor dem Spiel setzte sich Trainer Niko Kovac für seinen Landsmann ein und fand klare Worte – einen fixen Deal wollte er jedoch noch nicht bestätigen.

 

München/Cottbus - Ivan Perisic statt Leroy Sané. Leih-Lösung statt Wunschspieler. So lautet wohl das Vorgehen des FC Bayern.

Der 30-jährige Kroate steht kurz vor einem Wechsel zum deutschen Rekordmeister, am Montag absolvierte er den Medizincheck in München. Vor der DFB-Pokalpartie bei Energie Cottbus bestätigte Bayern-Trainer Niko Kovac, dass Perisic in München war. Kurz darauf fügte er bei Sky an: "Ich habe jetzt noch keine Information über seinen körperlichen Zustand. Aber ich gehe davon aus, dass das klappt."

Kovac: "Sowas gehört sich nicht"

Doch danach fand Kovac klare Worte und sprang für Perisic in die Bresche. Der Grund: Medien und Experten hatten den Vize-Weltmeister unter anderem als "Notlösung" bezeichnet. Im Interview mit der ARD legte Kovac los: "Ich muss mal Folgendes sagen: Grundsätzlich finde ich, die Debatte ist fehl am Platz – man macht hier einen Spieler schlecht. Egal, ob er kommt, ob er nicht kommt, ich finde, sowas gehört sich nicht." Ihm zufolge habe jeder Spieler den nötigen Respekt verdient – "und man kann nicht über eine B-, C- oder X-Lösung sprechen. Ich denke mir, wir müssen uns mal alle hinterfragen, ob das, was in der letzten Zeit hier lief und läuft rechtens ist."

Nach der schweren Verletzung und dem monatelangen Ausfall von Wunschspieler Leroy Sané müssen sich die Bayern jetzt nach Alternativen für die Flügel umschauen. Bei Perisic scheinen sie nun fündig geworden zu sein. Der Kroate soll für eine Leihgebühr von fünf Millionen Euro für ein Jahr von Inter Mailand nach München wechseln, danach besteht eine kolportierte Kaufoption von 20 Millionen Euro.

Wird der Deal am Dienstag fix gemacht?

Perisic, früher bei Borussia Dortmund und dem VfL Wolfsburg unter Vertrag, ist mittlerweile 30 Jahre alt – ein Schritt in Richtung Umbruch sieht anders aus. Doch auch hierauf hatte Kovac im Vorfeld der Pokalpartie die passende Antwort parat: "Wir müssen davon wegkommen, auf das Alter zu gucken. Wir müssen gucken, was haben die Jungs erreicht. Können sie helfen? (…) Und nicht immer nur draufhauen und schlechtmachen. Abwarten und dann schauen, was die Zukunft bringt."

Die nahe Zukunft könnte schon am Dienstag etwas bringen. Denn dass Kovac sich dermaßen für einen Spieler einsetzt, der (noch) nicht beim FC Bayern spielt, könnte ein klares Zeichen dafür sein, dass die Münchner den Perisic-Deal bald offiziell machen.

 

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