Max Pett'chen Max Petts kleiner Bruder

Das Max Pett'chen sieht aus wie jede andere Bäckerecke im Supermarkt - mit dem Unterschied, dass hier alles vegan ist. Foto: Petra Schramek

Das Max Pett’chen im Veganz-Supermarkt am Baldeplatz ist der kleine Ableger des veganen Restaurants Max Pett am Sendlinger Tor. 

So genau wissen manche Leute offenbar nicht, wo sie hier reingeraten sind. Von außen sieht das Veganz ja auch aus wie ein ganz normaler Supermarkt. Ein bisschen mehr bio vielleicht als manch anderer. Aber dass man hier mit einem langen Pelzmantel auffallen könnte, daran denkt anscheinend nicht jeder.

 
Man muss dazu vielleicht wissen: Veganz ist ein Supermarkt für Menschen, die auf tierische Produkte gänzlich verzichten wollen. Wer hier einkauft, isst kein Fleisch, trinkt keine Kuhmilch – von Pelztragen braucht man gar nicht erst reden.
 
Als der Laden Mitte Dezember aufgemacht hat, ist auch ein kleines Bistro mit eingezogen, das Max Pett’chen, ein Miniatur-Ableger des veganen Restaurants Max Pett am Sendlinger Tor. Die meisten Gäste kennen sich aus, fragen beim Bestellen genau nach Zutaten und Inhaltsstoffen. „Manchmal kommen aber auch Leute wie die Dame mit dem Pelzmantel“, sagt die freundliche Bedienung. „Denen muss man dann erst einmal erklären, worum es hier geht.“
 
Worum es geht, wird einem schnell klar, wenn man sich die bunt präsentierte Speisekarte im Max Pett’chen anschaut: Dal-Suppe (5,20 Euro), Flammkuchen mit Räuchertofu oder Gemüse (6,50 bis 7,50 Euro), Frappés aus Mandelmilch (3,80 Euro) – alles, was es in dem Bistro zu essen und zu trinken gibt, ist rein pflanzlich. 
 
Schätzungen schwanken zwischen 400.000 und 700.000, man kann aber davon ausgehen, dass immer mehr Menschen in Deutschland vegan leben. „Und das ist ja auch vernünftig“, sagt Peter Ludik, der zusammen mit seiner Kollegin Lena Hoening schon das Max Pett betreibt und nun auch dessen kleinen Bruder mit aufgebaut hat.
 
Ludik hat schon viele Jahre lang vegetarisch gelebt. Veganer ist er geworden, als er vor knapp zehn Jahren Chefkoch im ehemaligen Saf im Zerwirk geworden ist, dem damals ersten veganen Restaurant der Stadt. Ein Zurück zu alten Essgewohnheiten gibt es für ihn seitdem nicht mehr.
 
Der Kontakt mit dem Veganz-Supermarkt entstand schließlich auf einer Messe. Und weil sich schnell einig wird, wer die gleiche Weltanschauung teilt, kann man im Veganz nach dem Einkauf auch schnell noch was von der Nuss-Nougat-Torte probieren. Die Stücke sind übrigens so groß, da werden auch Damen in Pelzmänteln gerne mal zum Veganer.
 
Baldestraße 21 (im Veganz), Mo. bis Sa. 9-20 Uhr, Tel.:  12 555 993
 

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