Matthäus versus Hoeneß Matthäus: "Hoeneß muss sich entschuldigen, wenn..."

Lothar Matthäus: Experte beim TV-Sender Sky. Foto: sampics/augenklick

Rekordnationalspier Lothar Matthäus beharrt darauf, dass Robert Lewandowski zum FC Bayern wechseln werde. Bayern-Präsident Uli Hoeneß erinnert er daran, dass er "seit 30 Jahren im Fußball" tätig sei.

 

München - Nachdem Lothar Matthäus am Samstag bei "Sky" darüber gesprochen hatte, dass er sich sicher sei, dass Dortmunds Robert Lewandowski zum FC Bayern wechseln werde, ob in dieser oder der nächsten Saison, hatte Bayern-Präsident Uli Hoeneß äußerst gereizt reagiert. "Wenn Lothar Ihnen das bestätigt, dann wird er demnächst hier als Manager anfangen können", hatte Hoeneß gesagt, und später bei "Sport1" nachgelegt: "Lothar hat sich in den letzten Monaten ja sehr mit Frauen beschäftigt. Jetzt beschäftigt er sich offenbar mit Spielern von Bayern München. Er hat wohl sein Jagdfeld geändert.“

Der so gescholtene wehrte sich am Sonntag dann gegen die beißende Kritik des Bayern-Präsidenten. Bei "Sky 90" blieb er dabei: Lewandowski werde zu Bayern wechseln: "Auch Uli Hoeneß weiß, dass ich seit gut 30 jahren im Profi-Fußball dabei bin. Ich habe sehr gute Kontakte, nicht nur national, sondern auch international. Ich war eingeladen vom DFB letzten Mittwoch in Paris. Aus sicherer Quelle - von einem, der es wissen muss - habe ich mitbekommen, dass Lewandowski mit Bayern einig ist, dass Lewandowski zu den Bayern kommt. Ob er nach dieser Saison kommt mit einer gewissen Ablöse oder ein Jahr später ablösefrei ist wahrscheinlich noch offen – das habe ich nicht erfahren. Ich gehe davon aus, dass, wenn man Lewandowski haben kann, auch für einen Batzen Geld, der FC Bayern interessiert ist, so einen Spieler so schnell wie möglich nach München zu locken.“

Zu Hoeneß sagte er:  „Ich kenne Uli schon sehr lange, weil ich auch schon lange dabei bin im Geschäft. Die Reaktion ist richtig, weil er seine Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt schützen will. Er will Unruhe vermeiden. Aber wenn man solche Informationen hat – und in dem Fall bin ich kein Trainer, sondern Sky Experte – bin ich in der Verpflichtung, diese Information nach außen weiterzutragen. Wenn ich schief liegen würde, würde ich mich bei Uli Hoeneß entschuldigen – das wird jetzt die nächsten 18 Monate dauern. Aber ich erwarte das gleiche von Uli Hoeneß, wenn Robert Lewandowski in diesem oder nächsten Sommer kommt, dann könnte er sich für seine Aussagen auch bei mit entschuldigen. Ich finde es überflüssig, dass man hier persönlich wird. Es ist eine Aussage, die ich getätigt habe, weil ich die Information bekommen habe. Man muss mich nicht persönlich attackieren. Wenn Uli Hoeneß sich auf den Schlips getreten fühlt, dann attackiert er. So kennen wir ihn. Und das gehört auch zu Uli Hoeneß.“

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